Am 6. Mai 2026 war es endlich so weit: Im Steinzeitdorf Pestenacker wurde ein ganz besonderes Ereignis gefeiert – die Inklusiven Freiwilligentage. Hier, wo Geschichte lebendig wird, packten engagierte Freiwillige an, um die historischen Steinzeithäuser auf Vordermann zu bringen. Das Ziel? Instandhaltung und Pflege des Geländes, das nicht nur historisch wertvoll ist, sondern auch als Ort der Begegnung und des Austauschs dient.
Die Teilnehmenden, darunter Mitarbeitende der Firma Hilti und Beschäftigte der IWL-Werkstatt, brachten frischen Wind in die altehrwürdigen Mauern. Mit viel Elan wurden die Häuser mit neuem Lehm eingestrichen und kleinere Risse ausgebessert. Es war nicht nur ein handwerkliches, sondern auch ein gemeinschaftliches Unterfangen, das Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbrachte. Eine tolle Gelegenheit, um Barrieren abzubauen und gemeinsam etwas zu schaffen!
Ein Tag voller Zusammenarbeit
Leitung und Organisation der Veranstaltung lagen in den kompetenten Händen von Frau Vokrouhlik und Frau Schlecht von den Koordinationsstellen Inklusion und Ehrenamt. Unterstützt wurden sie von Lejla Hasukić, die mit ihrer Leidenschaft für das Steinzeitdorf ansteckend wirkte. Diese Zusammenarbeit stellte sicher, dass der Tag nicht nur eine Pflichtveranstaltung war, sondern eine echte Gemeinschaftsaktion, bei der alle Teilnehmer ihre Stärken einbringen konnten.
Die Aktivitäten waren vielfältig – vom Flechten von Weidenzäunen bis hin zu handwerklichen Tätigkeiten. Die Mitarbeiter von Hilti und der Arche Landsberg am Lech e.V. zeigten dabei ihre handwerklichen Fähigkeiten. Auch die Auszubildenden des Landratsamtes Landsberg am Lech aus dem ersten und zweiten Lehrjahr waren mit von der Partie und unterstützten tatkräftig. Die Teilnehmer schufen gemeinsam eine neue Umgebung, die nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch das Miteinander fördert.
Eine positive Resonanz
Der Freiwilligentag wurde von allen Beteiligten als großer Erfolg gewertet. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, und das Landratsamt Landsberg am Lech zeigte sich erfreut über die rege Teilnahme. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass solch inklusive Projekte nicht nur die Umgebung verschönern, sondern auch die Gemeinschaft stärken. Und das alles, gefördert durch lagfa Bayern e.V. im Rahmen des Projekts „Talententdecker im Ehrenamt“ – ein echtes Beispiel dafür, wie man Inklusion aktiv leben kann!
Inklusion als Leitgedanke
Die Behindertenrechtsbewegung hat einen klaren Leitsatz: „Nichts über uns ohne uns“. Dieser Gedanke zieht sich durch alle Aspekte der inklusiven Projekte und zeigt, wie wichtig die Mitgestaltung von Menschen mit Behinderung ist. Es ist nicht nur eine Frage der Teilhabe, sondern auch eine Frage der Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Die Suche nach Kooperationspartner:innen ist hierbei entscheidend, denn nur gemeinsam können wir Barrieren abbauen und echte Inklusion leben.
Die Erfahrungen aus solchen Projekten, wie sie im Steinzeitdorf Pestenacker gesammelt werden, sind wertvoll. Sie zeigen, dass es nicht nur um die physische Arbeit geht, sondern auch um den Austausch, das Lernen voneinander und das Verständnis füreinander. Für die Teilnehmenden wird es zu einer Bereicherung, die weit über den Tag hinausgeht. Und das ist es, was Inklusion wirklich ausmacht – ein Miteinander, das Freude bringt und verbindet.