Die Stadt Kulmbach, bekannt für ihre reiche Geschichte und kulturelle Vielfalt, bietet ab 2025 eine ganz besondere Erlebnisführung an: „Kulmbacher Frauengeschichten“. Unter der Leitung von Marina Grau-Hartnack nehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem spannenden Rundgang durch die Altstadt teil, der sich mit der Rolle von Frauen in der historischen Markgrafenstadt beschäftigt. Hierbei werden die Spuren sichtbar, die Frauen im Kulmbacher Stadtbild hinterlassen haben.

Die Führung thematisiert nicht nur die klassischen Rollenbilder, die oft auf den Dreiklang „Küche, Kinder und Kirche“ reduziert werden. Vielmehr geht es darum, das vielfältige Leben von Unternehmerinnen, Töchtern sowie Opfern und Täterinnen zu beleuchten. Die Teilnehmer erleben, dass Frauen in Kulmbach weit mehr können, als nur die traditionellen Erwartungen zu erfüllen. Dieser historische Spaziergang verspricht, den Blick auf die weiblichen Persönlichkeiten der Stadt zu erweitern und deren Einfluss auf die lokale Geschichte zu würdigen.

Termine und Anmeldung

Die Führung „Kulmbacher Frauengeschichten“ wird in mehreren Terminen angeboten. Für das Jahr 2025 sind folgende Daten vorgesehen:

  • Sonntag, 11. Mai 2025, 15 Uhr
  • Sonntag, 6. Juli 2025, 15 Uhr
  • Sonntag, 7. September 2025, 15 Uhr

Für das Jahr 2026 sind weitere Termine angesetzt:

  • Sonntag, 10. Mai 2026, 15 Uhr
  • Sonntag, 12. Juli 2026, 15 Uhr
  • Sonntag, 16. August 2026, 15 Uhr

Der Treffpunkt ist die Dr.-Stammberger-Halle, Sutte 2, 95326 Kulmbach. Die Dauer der Führung beträgt etwa 1,5 Stunden. Der Preis beläuft sich auf 7 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder bis 18 Jahre. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich. Interessierte wenden sich bitte an die Tourist Information der Stadt Kulmbach, entweder per E-Mail an touristinfo@stadt-kulmbach.de oder telefonisch unter 09221 / 95880.

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Wandel von Geschlechterrollen

Die „Kulmbacher Frauengeschichten“ stehen im Kontext eines größeren gesellschaftlichen Wandels, der die Geschlechterrollen und deren Wahrnehmung betrifft. Geschlechterrollen definieren die gesellschaftlich akzeptierten Erwartungen an das Verhalten von Männern und Frauen und sind im ständigen Wandel begriffen. In Westdeutschland sind traditionellere Rollenverständnisse stärker verankert, während in Ostdeutschland ein egalitärer Ansatz vorherrscht.

Die Führungen zielen darauf ab, diesen Wandel zu reflektieren und die Diskrepanzen zwischen gelebten und erwarteten Geschlechterrollen zu thematisieren. Insbesondere die Einführung des Elterngeldes hat zur Förderung egalitärer Rollenbilder beigetragen, was auch in Kulmbach zu beobachten ist. Die „Kulmbacher Frauengeschichten“ laden dazu ein, über die Traditionen hinauszuschauen und die zahlreichen Facetten weiblicher Lebensrealitäten zu entdecken.

Die Erzählungen, die während der Führung vermittelt werden, eröffnen nicht nur Einblicke in die Geschichte, sondern tragen auch dazu bei, ein Bewusstsein für die Bedeutung von Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit in der heutigen Gesellschaft zu schaffen. Denn letztendlich prägen die Geschichten der Frauen in Kulmbach nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft der Stadt.