Feta, dieser vielseitige griechische Weißkäse, hat sich längst seinen Platz in der internationalen Küche erobert. Ob in Suppen, Salaten, Fleisch- oder Fischgerichten, Gemüse, Pasta oder sogar in Süßspeisen – Feta ist überall einsetzbar. Die Autorin Natacha Comar beschreibt in ihrem Buch «Feta – Vegetarisch genießen mit griechischem Flair», wie Feta in ihrem Elternhaus in großen 2-Kilo-Packungen gekauft wurde. Ein echtes Stück griechischer Tradition, das auch hierzulande immer beliebter wird.
Seinen unverwechselbaren Geschmack erhält Feta durch die Lake, in der er reift – eine 2000-jährige Tradition, die sich bis heute gehalten hat. Serviert wird er traditionell mit Oregano und Olivenöl, was seine geschmacklichen Nuancen noch unterstreicht. Seit 2002 trägt Feta das Siegel der geschützten Ursprungsbezeichnung (g.U.) in der EU, was bedeutet, dass echter Feta ausschließlich in Griechenland aus Schafsmilch und maximal 30 % Ziegenmilch produziert werden darf. Kuhmilch ist hier tabu, und Produkte, die aus Kuhmilch hergestellt werden, tragen oft die Bezeichnung Hirtenkäse oder Balkankäse.
Die Nährstoffbombe Feta
Feta ist nicht nur schmackhaft, sondern auch nährstoffreich. Im Vergleich zu Kuhmilchkäse enthält er mehr gesunde Fette, Kalzium, Eiweiß sowie die Vitamine A, B12 und Zink. Diese Zusammensetzung macht ihn zu einem idealen Baustein für eine gesunde Ernährung, insbesondere wenn er mit viel Gemüse kombiniert wird. Der Preisunterschied zwischen Feta und Kuhmilchkäse lässt sich leicht erklären: Schafe und Ziegen produzieren einfach weniger Milch, was sich im Endpreis niederschlägt.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Textur des Feta. Er ist bröseliger als Hirtenkäse, was auf die speziellen Eiweißstrukturen der Schafsmilch zurückzuführen ist. Für diejenigen, die es etwas milder mögen, gibt es auch eine Light-Version von Feta, die weniger bröselig ist, jedoch geschmacklich nicht ganz mithalten kann. Ob warm oder kalt genossen – Feta lässt sich vielseitig zubereiten, zum Beispiel in einem gebackenen Feta mit Pasta und Gemüse oder in leckeren Brokkolitalern.
Die richtige Lagerung und Zubereitung
Feta hält sich am besten in der Lake, in der er gekauft wurde, und kann bis zu vier Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sollte die Lake fehlen, kann man sich einfach mit einer eigenen Lösung aus 1 Teelöffel Salz und 200 Millilitern Wasser behelfen. Ein kleiner Tipp am Rande: Um den salzigen Geschmack etwas zu mildern, kann Feta auch in kaltem Wasser oder Milch eingeweicht werden.
Die charakteristische Würze und die leicht säuerliche Note des Feta machen ihn zu einem beliebten Zutat in vielen traditionellen griechischen Gerichten. Die Griechische Götterpfanne ist nur eines von vielen Beispielen, wie dieser Käse seine geschmacklichen Qualitäten entfalten kann. Ein weiterer Genuss sind Kombinationen mit frischen Zutaten, wie etwa einem Wassermelonen-Feta-Salat oder einem würzigen Feta-Dip, der Tirokafteri genannt wird.
Insgesamt ist Feta also nicht nur ein köstlicher Käse, sondern auch ein Stück griechische Lebensart, das in keiner Küche fehlen sollte. Ob in der mediterranen oder der heimischen Küche, Feta verleiht jedem Gericht eine besondere Note und bringt ein Stück Griechenland auf den Tisch.