Heute ist der 29. Mai 2026, und während die Welt sich weiterdreht, gibt es an der Brennerroute ein paar interessante Neuigkeiten. Am Vortag der Brennersperrung blieb der große Stau aus. Ganz im Gegenteil, die Verkehrsdatenanbieter von TomTom meldeten einen flüssigen Verkehr in Nord-Süd-Richtung in Österreich – das ist doch mal eine positive Überraschung! Der Verkehr lief sogar teilweise besser als an den Freitagen der letzten Jahre. Aber, und das ist ein großes „aber“, Reisende von Italien nach Deutschland mussten um die Mittagszeit und am Nachmittag doch einige Verzögerungen auf den Autobahnabschnitten in Österreich hinnehmen. Immerhin: auf der deutschen Seite, zwischen Kreuz Rosenheim und der Grenze, sah es ganz anders aus. Hier gab’s deutliche Verkehrsbehinderungen, und die Fahrzeit auf dieser kurzen Strecke hat sich im Vergleich zu den beiden letzten Freitagen vervielfacht. Woher die Verzögerungen kommen? Ob’s an vorgezogenen Fahrten lag oder an den Effekten am Grenzübergang, bleibt unklar.
Die österreichische Autobahn-Gesellschaft Asfinag hat die Zahlen von TomTom bestätigt. Währenddessen plant man eine Demonstration am Brenner, die sich gegen die massive Verkehrsbelastung richtet. Seit 2010 ist der Lkw-Verkehr zwischen Deutschland und Italien um satte 40 Prozent gestiegen. Das lässt einen schon nachdenklich zurück, nicht wahr? Die anstehende Sperrung für Autos und Motorräder auf der österreichischen Seite des Brenner-Passes wird am Samstag von 11:00 bis 19:00 Uhr gelten. Auf italienischer Seite fängt die Sperre sogar schon etwas früher an, nämlich um 10:30 Uhr und endet um 20:00 Uhr.
Baustellen und Verkehrsprognosen
Doch das ist noch nicht alles! Die Reisesaison 2026 wird Autofahrenden am Brenner (A13) definitiv das Stau-Erlebnis bescheren. Eine Baustelle an der Luegbrücke sorgt dafür, dass die Strecke überwiegend einspurig befahrbar ist. Man könnte sagen, das ist der Klassiker, den man im Urlaub gerne vermeiden möchte. An rund 180 verkehrsreichen Tagen wird die Brennerautobahn nur zweispurig geöffnet sein. Schwerverkehr, also Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, wird vor der Luegbrücke von der rechten auf die linke Spur geleitet, um die Brücke zu entlasten. Für Pkw und Wohnwagen-Gespanne bleibt das Fahren auf beiden Fahrspuren offen – ein kleiner Lichtblick! Aber auch in Baustellenbereichen gilt: Geschwindigkeit auf 60 km/h reduzieren, sonst gibt’s ein Knöllchen, und das möchte wohl niemand.
Die Bauarbeiten an der Luegbrücke, die als die längste Brücke der Brennerautobahn gilt, begannen bereits Ende März 2025 und sollen bis 2030 andauern. Eine neue Brücke mit zwei Fahrstreifen wird parallel zur bestehenden Brücke errichtet, und nach der Fertigstellung wird der Verkehr auf die neue Brücke umgeleitet. Das alte Bauwerk wird abgerissen, und eine zweite neue Brücke kommt hinzu. Warum all diese Mühe? Nun, die Sanierung der Brücke ist dringend notwendig, da sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hat. Im Jahr 2022 rollten übrigens 16,58 Millionen Pkw und 2,73 Millionen Lkw über den Brenner – das sind beeindruckende Zahlen!
Aktuelle Verkehrsinformationen
Wenn Sie jetzt denken, dass all diese Informationen nützlich sind, dann haben Sie recht! ADAC Maps zeigt den Echtzeit-Verkehrsfluss und kurzzeitige Störungen auf der Karte an – wirklich praktisch für die Routenplanung. Sie können auch eine Verkehrsprognose für Ihren Abfahrtstag und Ihre Abfahrtszeit einsehen. Informationen über den Verkehrsfluss auf Autobahnen, Bundesstraßen und in den Städten sind ebenfalls verfügbar, was die Reiseplanung erheblich erleichtert. Außerdem informiert der ADAC über aktuelle und geplante Baustellen sowie über Gefahrensituationen. Und seien wir ehrlich, wer möchte schon im Schnee steckenbleiben oder von einem Sturm überrascht werden?
Für die, die auf der Brennerautobahn unterwegs sind, ist es ratsam, frühmorgens zu starten, um die Staus zu umgehen. Alternativen zur Brennerautobahn sind großräumige Umfahrungen über Gotthard, San Bernardino oder die Tauernautobahn. Die Felbertauernstraße und die Pyhrnautobahn sind ebenfalls Optionen. Aber Finger weg von Timmelsjoch und Stallersattel! Die sind im Winter gesperrt und im Sommer steile, einspurige Straßen. Es bleibt spannend, wie sich die Verkehrssituation entwickeln wird. Aber eines ist sicher: Die Reise wird unvergesslich bleiben – egal ob mit Stau oder nicht.