Heute ist der 15.05.2026 und wir blicken zurück auf das Leben eines bemerkenswerten Mannes, der die Region Kitzingen und darüber hinaus geprägt hat. Klaus Pfeuffer, Seniorchef und ehemaliger geschäftsführender Gesellschafter der Pfeuffer GmbH, verstarb am 11. Mai im Alter von 87 Jahren. Geboren 1938 in Köln als ältester von sechs Söhnen, war Klaus nicht nur ein Familienmensch, sondern auch ein Visionär, dessen Ideen und Engagement weitreichende Spuren hinterließen.
Sein frühes Leben war von den Schrecken des Zweiten Weltkriegs geprägt. In Düsseldorf-Holthausen aufgewachsen, erlebte er die Unsicherheiten und Ängste dieser Zeit, bevor er gegen Kriegsende nach Tiefenstockheim zurückkehrte. Diese Kindheitserlebnisse formten seinen Charakter und gaben ihm die Stärke, die er später benötigte, um sein Unternehmen zu führen und auszubauen.
Ein Wegbereiter für die Mühlentechnik
Nach seinem Studium an der Deutschen Müllerschule in Braunschweig trat Klaus in das väterliche Ingenieurbüro für Mühlentechnik ein. Hier begann eine bemerkenswerte Reise, die das Unternehmen in den 1960er Jahren zu einer Ideenschmiede für Qualitätsprüfgeräte im Getreidebereich machte. Mit seinem unermüdlichen Einsatz und innovativen Ideen initiierte er bereits 1965/66 den Neubau des Unternehmens. Ein echter Meilenstein, wenn man bedenkt, wie sehr sich die Branche seither entwickelt hat.
Seine Hochzeit mit Rosemarie Pfeuffer, geborene Luckert, im Jahr 1967 war ein weiterer wichtiger Lebensabschnitt. Die beiden hatten drei Söhne: Frank, Joachim und Lothar, die später ebenfalls in die Fußstapfen ihres Vaters traten. 1976 übernahm Klaus die Firma von seinem Vater, Franz, und führte sie mit großem Erfolg weiter. Der Umzug nach Kitzingen im Jahr 1981 und die Umwandlung zur Pfeuffer GmbH Mess- und Prüfgeräte im Jahr 1984 sind weitere Belege für seine unternehmerische Weitsicht.
Ein Mensch der Gemeinschaft
Klaus Pfeuffer war nicht nur ein erfolgreicher Geschäftsmann, sondern auch ein engagierter Bürger. Sein Herz schlug für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Kitzingen. Als Mitbegründer des gemischten Chores Tiefenstockheim und über 56 Jahre aktiver Sänger im Männergesangverein Großlangheim hinterlässt er eine musikalische Tradition, die viele Menschen berührt hat. Sein Engagement im ADAC Nordbayern und als Vorsitzender des KKV-Ortsverbandes Kitzingen für sechs Jahre zeigt, dass er auch in der Gemeinschaft eine wichtige Rolle spielte.
Am 11. Mai 2026 haben wir Klaus Pfeuffer verloren, aber sein bleibendes Erbe wird in Kitzingen weiterleben. Die Werte, für die er stand – Innovation, Engagement und Gemeinschaftssinn – werden auch in der Zukunft eine Inspirationsquelle sein. Er wird nicht nur als Unternehmer, sondern auch als Mensch in Erinnerung bleiben, der mit Herz und Leidenschaft für seine Überzeugungen gekämpft hat.