Unwetterchaos im Allgäu: Hagel, Blitz und Gewitter bringen Chaos und Schäden
Heute ist der 15.07.2026 und während sich die Sonne in Kempten noch ein wenig blicken lässt, hat das Wetter im Allgäu bereits seine dunkle Seite gezeigt. Am Dienstagabend, dem 14. Juli, zogen schwere Unwetter über die Region. Memmingen und das Ostallgäu wurden von den Warn-Apps „Katwarn“ und „Nina“ nicht verschont, die rasch aktiviert wurden, um die Anwohner rechtzeitig zu informieren. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie die Wolken aufbrachen und die ersten Hagelkörner, einige davon so groß wie Tennisbälle, auf die Erde prasselten – Berichte sprechen von bis zu 8,5 Zentimetern! Die Aufregung in den Straßen muss groß gewesen sein, vor allem in Memmingen und Buchloe, wo die Schäden durch den Hagel besonders heftig ausfielen.
Die Autobahn A96 wurde aufgrund der Witterungsbedingungen bei Erkheim gesperrt. Überall lagen Äste, Kies und Laub auf der Fahrbahn – ein Bild, das man in unseren Breiten nicht alle Tage sieht. Autofahrer mussten an den Anschlussstellen Erkheim und Stetten umgeleitet werden. Während die Fahrbahn in Richtung München bis 0:15 Uhr wieder geöffnet wurde, blieb die Richtung Lindau bis ca. 1:30 Uhr gesperrt – ein echter Schreckmoment für Pendler und Reisende. In Bad Wörishofen gab es sogar einen dramatischen Vorfall: Ein Flugzeug auf dem örtlichen Flugplatz wurde schwer beschädigt, was für die Luftfahrtbranche dort sicher ein herber Rückschlag ist.
Die Gewittergefahr bleibt bestehen
Die Anwohner hatten nicht nur mit Hagel und umgestürzten Bäumen zu kämpfen. Keller liefen voll, und die dunklen Wolken schienen auch noch am nächsten Tag nicht abzuziehen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor weiteren schweren Gewittern mit Orkanböen bis zu 120 km/h, Hagel um 5 cm und Starkregen bis zu 40 l/m²! Man fragt sich, ob der Sommer wirklich so furchtbar sein muss – die Hitze der letzten Tage, mit Temperaturen über 30 Grad, war ja schon eine Herausforderung für sich. Aber das Wetter ist eben unberechenbar, und während die meisten Gewitter im Allgäu zwischen Mai und August auftreten, scheinen sie dieses Jahr besonders heftig zu sein.
- Die Warnstufen des DWD sind klar formuliert:
- Stufe 4 (extremes Unwetter): Lebensbedrohliche Situationen, große Schäden möglich. Aufenthalt im Freien vermeiden.
- Stufe 3 (Unwetter): Sehr gefährlich, verbreitete Schäden möglich.
- Vorwarnung: Sehr gefährliche Wetterentwicklung möglich.
- Stufe 2 (markantes Wetter): Gefährlich, örtliche Schäden möglich.
- Stufe 1 (Wetterwarnung): Ungewöhnliche Wetterentwicklung.
Die Menschen in der Region sind aufgerufen, Vorsicht walten zu lassen – vor Blitzschlägen, herabstürzenden Gegenständen und Aquaplaning auf den Straßen. So gab es auch in Gestratz einen Blitzschlag, der 1000 Euro Sachschaden verursachte, glücklicherweise aber ohne Verletzte blieb. Straßen in Buchloe waren nach dem Unwetter mit Laub und Ästen bedeckt, was die Kehrmaschinen in Aktion brachte. Allerdings blieb die B12 im Ostallgäu von Verkehrsbehinderungen verschont, was für viele eine kleine Erleichterung darstellt.
Wetterprognose und weitere Entwicklungen
Was erwartet uns in den nächsten Stunden? Die Wetterprognose verspricht von Dienstag Nachmittag bis in die Nacht auf Donnerstag Regen und Gewitter. Bis Mittag könnten vereinzelte Gewitter oder ungewittriger Starkregen am Alpenrand auftreten. Ab Nachmittag bis zur Nacht zum Donnerstag drohen dann stärkere Gewitter mit Starkregen bis 20 l/qm, Hagel und Sturmböen bis 80 km/h – ein echtes Spektakel für die Wetterfreunde unter uns, aber auch ein Grund zur Sorge für alle, die draußen unterwegs sind.
Die Hitze bleibt uns nicht erspart, denn am Oberrheingraben wird eine starke Wärmebelastung erwartet. Und während wir hier über das Wetter plaudern, wird sich die Wetterlage bis zum Abend weiter entwickeln – der DWD hat eine nächste Aktualisierung spätestens für 21:00 Uhr angesetzt. Das Allgäu bleibt in den kommenden Tagen also auf der Wetter-Kippe, und wir können nur hoffen, dass die Natur uns auch mal eine Verschnaufpause gönnt.
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