Monta Klebebandwerk vor Neuanfang: Traditionsunternehmen kämpft um Zukunft
Heute ist der 24.07.2026 und es gibt Neuigkeiten aus Kempten (Allgäu), die so manch einen Handwerksfreund und Bastler aufhorchen lassen. Die Monta Klebebandwerk GmbH, ein traditionsreicher Hersteller von Klebebändern, hat Insolvenz beim Amtsgericht Kempten angemeldet. Das Unternehmen kann auf eine lange Geschichte zurückblicken – 171 Jahre, um genau zu sein! Gegründet wurde es 1855 als Bindfadenfabrik in Immenstadt, und seit den 1960er-Jahren stellt Monta die bunten Klebebänder her, die in vielen Haushalten und Werkstätten zu finden sind. Doch die wirtschaftlichen Herausforderungen, die sich in den letzten Jahren aufgetürmt haben, sind nicht zu ignorieren.
Der Großbrand im Jahr 2015, der die Produktionsanlagen in Schutt und Asche legte, war nur der Anfang eines steinigen Weges. Zwar wurden die Hallen danach wiederaufgebaut, doch die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass das Unternehmen mit steigenden Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik zu kämpfen hat. Am 16. Juli 2026 stellte Monta den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung. Das klingt erst einmal dramatisch, doch das Unternehmen versichert, dass der Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen fortgeführt wird und die Finanzierung bis Ende Januar 2027 gesichert ist. Wie es scheint, wollen die rund 150 Mitarbeiter am Standort Immenstadt nicht aufgeben.
Ein Blick in die Zukunft
Die Tochtergesellschaften in Ungarn und Rumänien sind übrigens nicht direkt von der Insolvenz betroffen – das könnte für die Monta-Familie einen kleinen Hoffnungsschimmer darstellen. Doch es wird nicht nur der Status quo erhalten, sondern auch aktiv nach einem neuen Investor gesucht. Ein Prozess, der in Kürze beginnen soll. Die Gesellschafter und der Betriebsrat stehen hinter dem Restrukturierungskurs, der bereits Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und zur Optimierung des Produktportfolios umfasst. Das Sortiment wird verkleinert, während der Vertrieb im In- und Ausland ausgebaut werden soll. Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln werden.
Diese Insolvenz fällt in eine Zeit, in der viele Unternehmen in Deutschland mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind. Laut einem Bericht des Statistischen Bundesamtes, der am 14. März 2025 veröffentlicht wurde, zeigt sich ein Anstieg bei den Unternehmensinsolvenzen. Der Bericht erfasst eine Vielzahl von Insolvenzen, von Regelinsolvenzverfahren bis hin zu Verbraucherinsolvenzverfahren, und bietet einen umfassenden Überblick über die Wirtschaftslage in Deutschland.
Die Monta Klebebandwerk GmbH steht also nicht allein da in dieser stürmischen Zeit. Ihre 171-jährige Geschichte könnte sich als stabilisierender Faktor erweisen, während das Unternehmen versucht, sich neu zu erfinden. So stehen die Zeichen auf Veränderung, und wir dürfen gespannt sein, wie sich die Geschichte dieses traditionsreichen Unternehmens weiterentwickelt.
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