Es war ein schöner, frischer Morgen, als sich knapp 150 Traunreuter auf den Weg nach Kelheim machten. Die Veranstaltung „Eine Stadt geht auf Reisen“ lockte viele aus der Gemeinde, und um 7 Uhr morgens starteten drei Busse des Reiseunternehmens Marx. Die Stimmung war von Anfang an großartig – man hörte Lachen und fröhliche Gespräche, während alte Bekannte sich umarmten und neue Freundschaften geknüpft wurden. Ein bisschen wie ein Klassentreffen, nur dass die ganze Stadt eingeladen war!
Die erste Station des Tages war die Befreiungshalle auf dem Michelsberg, ein beeindruckendes Denkmal, das an die Siege über Napoleon erinnert. Das Bauwerk, das von König Ludwig I. in Auftrag gegeben wurde, hat eine Bauzeit von 21 Jahren hinter sich und wurde 1863 eröffnet. Architekturfreunde kamen hier voll auf ihre Kosten, denn die Rundhalle ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein Ort voller Geschichte. Die Außenfassade wird von 18 Strebepfeilern geziert, die 18 Kolossalstatuen von Johann Halbig tragen – Allegorien der deutschen Volksstämme. Ein wahres Augenzwinkern der Geschichte, das die Besucher in seinen Bann zog!
Bayerische Geschichte hautnah
Während der Führung wurde den Teilnehmern die bayerische Geschichte nähergebracht, wobei die Zahl 18 eine zentrale Rolle spielte. Sie ist nicht nur in den Statuen und der Architektur präsent, sondern erinnert auch an die Völkerschlacht bei Leipzig und die Schlacht bei Waterloo, die an einem 18. Tag des Monats stattfand. Nach der informativen Besichtigung durften die Reisenden Kelheim auf eigene Faust erkunden. Viele suchten sich ein gemütliches Altstadtcafé, um ein Stück Kuchen zu genießen oder eine Erfrischung im Biergarten zu nehmen. Das Bild der bunten Gassen und das Geplätscher des Wassers an der Donau vermittelten ein Gefühl von Freiheit und Entspannung – einfach himmlisch!
Die ursprünglich geplante Donauschifffahrt zum Kloster Weltenburg fiel aufgrund des niedrigen Wasserstands ins Wasser (Wortspiel beabsichtigt!). Stattdessen gab es eine Rundfahrt vorbei an der eindrucksvollen Befreiungshalle und den markanten Felsformationen der Umgebung. Ein Anblick, den man sich nicht entgehen lassen wollte! Schließlich führte der Weg zum Kloster Weltenburg, wo die barocke Asamkirche auf die Besucher wartete. In der Klosterschänke wurde das leibliche Wohl großgeschrieben. Bier, Kaffee, Kuchen und kleine Brotzeiten – hier kam jeder auf seine Kosten!
Ein Empfang voller Gemeinschaftssinn
Am späten Nachmittag trat die Gruppe die Heimreise nach Traunreut an, und Bürgermeister Hans-Peter Dangschat stand schon bereit, um die Teilnehmer bei ihrer Rückkehr zu empfangen. Er lobte den Gemeinschaftssinn der Stadt, der an diesem Tag einmal mehr spürbar war. Eine Mitreisende brachte die Erfahrung mit den Worten „Wetter gut, alles gut“ auf den Punkt. Irgendwie hatte sie recht – die Sonne schien, die Geselligkeit blühte und die Erinnerungen an einen Tag voller Erlebnisse und Begegnungen blieben im Herzen der Reisenden.
Und so kehrten die Traunreuter zurück, bereichert durch neue Bekanntschaften und voller Geschichten, die sie von der Reise mit nach Hause nahmen. Kelheim, mit seiner bewegten Geschichte, hatte sie mit offenen Armen empfangen. Hier, wo die Einflüsse von Kelten, Römern und anderen Völkern aufeinandertreffen, ist es leicht, sich in der Zeit zu verlieren und die Schönheit der Vergangenheit zu spüren. Die berühmte Befreiungshalle, die nicht nur ein Denkmal der Architektur, sondern auch der bayerischen Geschichte ist, wird wohl noch lange in den Köpfen und Herzen der Teilnehmer nachhallen.