In Kaufbeuren wird das Thema, das viele Menschen oft meiden, jetzt in den Fokus gerückt: Sterben, Tod und Trauer. Das Stadtmuseum Kaufbeuren hat sich entschlossen, diesen sensiblen Bereich mit einer besonderen Veranstaltungsreihe zu beleuchten. In Zusammenarbeit mit dem Hospizverein Kaufbeuren/Ostallgäu und dem SAPV-Team Kaufbeuren-Ostallgäu bietet das Museum Führungen an, die den Titel „Wenn es zu Ende geht – Vom guten Umgang mit Sterben, Tod und Trauer damals und heute“ tragen.

Bei den Führungen, die am Samstag, den 25. April um 14 Uhr und am Sonntag, den 3. Mai um 11 Uhr stattfinden, werden nicht nur historische Bräuche und religiöse Darstellungen thematisiert. Auch lokale Traditionen im Umgang mit Abschied und Trauer kommen zur Sprache. Museumsleiterin Petra Weber hebt hervor, dass die Exponate aus der Abteilung „Kreuze & Heilige“ als Ausgangspunkt dienen werden. Die Besucher können sich auf spannende Einblicke in die heutige Hospiz- und Palliativarbeit freuen, die durch den Hospizverein und das SAPV-Team vermittelt werden.

Ein wichtiger Dialog über das Lebensende

Michael Feistl, der 1. Vorsitzende des Hospizvereins, betont die Bedeutung einer frühzeitigen Auseinandersetzung mit den Themen Sterben und Trauer. In einer Zeit, in der viele Menschen versuchen, diese Aspekte des Lebens zu verdrängen, soll die Veranstaltung dazu anregen, offen darüber zu sprechen. Ein besonderes Highlight ist die Mitmach-Aktion „Baum des Lebens“, bei der die Besucher ihre Gedanken zum Lebensende festhalten können. Dies bietet nicht nur Raum für Reflexion, sondern fördert auch den gesellschaftlichen Dialog.

Die Kooperation zwischen dem Stadtmuseum und den beiden Einrichtungen ist nicht zufällig, sondern feiert gleich zwei Jubiläen: den 30. Geburtstag des Hospizvereins und das 10-jährige Bestehen des SAPV-Teams. Diese Anlässe sind eine wunderbare Gelegenheit, um das Bewusstsein für den Umgang mit dem Lebensende zu schärfen und den Austausch zwischen den Generationen zu fördern.

Teilnahme und Anmeldung

Die Teilnahme an den Führungen ist kostenpflichtig: Der Museumseintritt beträgt 6 Euro (ermäßigt 5 Euro), hinzu kommt eine zusätzliche Führungsgebühr von 4 Euro. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Anmeldung erforderlich. Interessierte können sich telefonisch unter 08341/966 8390 oder per E-Mail an stadtmuseum@kaufbeuren.de anmelden.

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In einer Welt, in der der Tod oft tabuisiert wird, bietet diese Veranstaltung in Kaufbeuren die Möglichkeit, sich auf respektvolle und informative Weise mit einem grundlegenden Teil des Lebens auseinanderzusetzen. Es ist eine Einladung, die eigenen Gedanken und Gefühle zu teilen und dabei einen wichtigen gesellschaftlichen Dialog anzustoßen. So wird der Abschied nicht nur als ein Ende, sondern auch als Teil des Lebens betrachtet, der gewürdigt werden darf.