Heute ist der 22.05.2026, und in Kaufbeuren ist die Stimmung angespannt, aber auch voller Hoffnung. Am Jakob-Brucker-Gymnasium hat Olena Vojčyk von der Caritas Spes über den Zusammenhalt in der Ukraine gesprochen. In einer Zeit, in der der Krieg das Land erschüttert, hebt sie hervor, wie wichtig der gegenseitige Beistand ist. „In Krisenzeiten kommen Nachbarn zusammen“, sagt sie, und das ist nicht nur ein schöner Satz, sondern gelebte Realität in der Ukraine.

Die Renovabis-Pfingstaktion, die unter dem Motto „zusammen_wachsen. damit Europa menschlich bleibt“ steht, wird gerade fortgesetzt. Diese Aktion thematisiert die wachsende Spaltung in Europa, und das nicht ohne Grund. Besonders in Zeiten von Migration und Globalisierung fühlen sich viele Menschen verunsichert. Prof. Dr. Thomas Schwartz, der Hauptgeschäftsführer von Renovabis, hat sich besorgt über Polarisierung und Chancenungleichheit geäußert. Und in einem Europa, das immer mehr auseinanderdriftet, ist der Zusammenhalt wichtiger denn je.

Ein Zeichen der Hoffnung

Am Pfingstsonntag wird der Abschluss dieser Aktion in Kaufbeuren mit einem ZDF-Fernsehgottesdienst gefeiert. Das ist nicht nur eine Feier, sondern auch ein Zeichen der Hoffnung. Die Projekte, die Renovabis unterstützt, konzentrieren sich auf gesellschaftlichen Zusammenhalt und Integration. Der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch hat betont, wie wichtig Vertrauen und ein respektvolles Miteinander sind. Und das ist es, was wir brauchen – mehr Menschlichkeit, mehr Gemeinschaft.

Das Jahresplakat, das eine Mutter mit ihren Töchtern zeigt, die vor den Konflikten in Bergkarabach fliehen mussten, ist ein starkes Symbol. Diese Familie hat Unterstützung bei der Wohnungs- und Jobsuche erhalten, aber auch in kreativen Kursen, die das Leben ein Stück lebenswerter machen. Solche Projekte sind es, die Renovabis in 29 Partnerländern fördert. Seit Kriegsbeginn hat die Organisation über 20 Millionen Euro in die Ukraine investiert. Aktuell fließen 500.000 Euro in überlebenswichtige Winternothilfe-Projekte.

Gemeinsam stark

Olena Vojčyk fordert uns alle auf, den Fokus auf das Miteinander zu legen, um Europa menschlich zu halten. Das ist nicht nur eine Aufgabe für die, die im Osten leben, sondern für uns alle. Das Engagement für Bedürftige findet auch in Augsburg seinen Platz. Dort wird die ukrainische Studentin Anna Sobolevska über ihre Erfahrungen berichten und wie sie sich für die Menschen in ihrer Heimat stark macht. Ein Vorbild, das zeigt, wie wichtig es ist, Solidarität zu zeigen.

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Renovabis lädt alle ein, an Gottesdiensten und Gemeindearbeit teilzunehmen, um das Engagement für die Menschen im Osten Europas zu unterstützen. Es ist eine gemeinsame Verantwortung, die uns alle betrifft. Wer mehr über die Pfingstaktion erfahren möchte, der kann die Website von Renovabis besuchen oder einfach etwas spenden. Das Spendenkonto ist Renovabis e.V. bei der LIGA-Bank eG, IBAN DE 24 7509 0300 0002 2117 77.