Am Samstagmittag, genauer gesagt um 13 Uhr, löste eine Brandmeldung in Kaufbeuren Alarm aus. Ein Wohnhaus im Kaufbeurer Westen stand in Flammen, und wie ein geflügeltes Wort es so treffend beschreibt: Wenn es brennt, sind die Retter schnell zur Stelle. Ein Großaufgebot an Feuerwehr und Polizei wurde mobilisiert, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Die Löscharbeiten zogen sich bis in den Nachmittag hinein, während die Einsatzkräfte unermüdlich arbeiteten. Zum Glück gab es nach ersten Angaben der Feuerwehr keine Verletzten zu beklagen.
Die Kemptener Straße, die Richtung Friesenried führt, wurde im Bereich der Abzweigung Südlachenbühl vorläufig komplett gesperrt. Autofahrer wurden gebeten, den Bereich zu meiden – sicher ist sicher, kann man da nur sagen. Der Brand selbst entpuppte sich als Dachstuhlbrand, der auf die Garage übergriff. Doch wie so oft, bleibt vieles unklar: Was hat das Feuer verursacht? Wie hoch ist der entstandene Schaden? Fragen über Fragen, die die Ermittler noch klären müssen. Und als ob das nicht genug wäre, brach am gleichen Tag ein zweiter Brand in Trunkelsberg bei Memmingen aus, der tragischerweise das Leben einer Bewohnerin kostete.
Ein weiteres Feuer in Kaufbeuren
Wenn wir schon bei Bränden sind, sollten wir nicht den Dachstuhlbrand der „Hasenfärbe“ vergessen, der die Kaufbeurer am 24. Januar erschütterte. Ein denkmalgeschütztes Färberhaus, das 1766 erbaut und 1956 renoviert wurde, stand in Flammen. Im Erdgeschoss befanden sich ein Bistro und ein Büro, die gerade umgebaut wurden – ein nicht ganz glücklicher Zeitpunkt, wie man sich denken kann. Der Dachstuhl war nicht bewohnt, aber das Feuer hatte eine überproportional große Fläche zur Verfügung, um sich auszubreiten. Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgte um 21:15 Uhr, und nur drei Minuten später begann der Kampf gegen die Flammen.
Die Temperaturen lagen unter null Grad, und ein leichter Wind aus Südwest sorgte dafür, dass die Bedingungen alles andere als einfach waren. Explosionen von im Dachboden gelagerten Gasflaschen setzten dem Einsatzteam zu. Aber die Freiwillige Feuerwehr Kaufbeuren, unterstützt durch mehrere Löschzüge und Drehleitern, ließ sich nicht entmutigen. Um 22:03 Uhr wurde endlich „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet, und um 23:43 Uhr lautete die frohe Botschaft: „Feuer aus“. Die Einsatzkräfte arbeiteten die ganze Nacht, um Glutnester zu löschen und den Dachstuhl abzutragen, während historische Kunstwerke im Gebäude zum Glück weitgehend unversehrt blieben. Was für ein Glück im Unglück!
Brandschutz und Statistik
Brände sind ein ernstes Thema, und die Statistik spricht Bände. Die vfdb-Brandschadenstatistik, die der Risikobewertung von Gebäudebränden in Deutschland dient, zeigt, dass Küchen mit 27 % der häufigsten Brandursachen die Spitzenreiter sind. In Wohngebäuden machen sie sogar fast die Hälfte aller Brände aus. Ein weiteres interessantes Detail: 83 % der Gebäudebrände ereignen sich bis zum zweiten Obergeschoss. Man könnte sagen, dass höhere Geschosse zwar seltener betroffen sind, aber dafür größere Schäden verursachen. Das ist schon ein bisschen beunruhigend.
Die vfdb hat in den letzten Jahren eine umfassende Sammlung statistischer Daten entwickelt und ermutigt Feuerwehren zur Teilnahme an der Datenerfassung. Schließlich wollen wir ja wissen, was uns erwartet, wenn das Feuer einmal lodernd vor der Tür steht. Besonders in einer Zeit, in der neue Brandrisiken durch Elektromobilität auf uns zukommen, ist es unerlässlich, dass wir gut informiert sind. Eine höhere Anzahl erfasster Fälle kann uns wertvolle Erkenntnisse für den abwehrenden und vorbeugenden Brandschutz liefern. Also, liebe Feuerwehrleute, ran an die Daten!