Zukunftsweisende Innovationen aus Ingolstadt: Carissma feiert zehn Jahre Forschung für sichere Mobilität
Am 3. Juli 2026 wird in Ingolstadt ein bemerkenswerter Meilenstein gefeiert: das zehnjährige Bestehen von Carissma, dem Zentrum für Automobilforschung zu integrierten Sicherheitssystemen. Vor einem Jahrzehnt wurde hier an der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) der Grundstein gelegt, und was damals mit 54 Mitarbeitern und einem Forschungsvolumen von 3,4 Millionen Euro begann, hat sich mittlerweile zu einem florierenden Zentrum mit 120 Mitarbeitern und einem beeindruckenden Budget von 7,5 Millionen Euro entwickelt. Die Feier, die auf dem Campus stattfand, war durchzogen von einem Gefühl der Zuversicht, trotz der aktuellen Herausforderungen in der Automobilbranche.
Die Bedeutung von Innovationen und deren schneller Umsetzung wurde bei der Feier von verschiedenen Rednern betont. Dorothee Bär, die Bundesministerin für Forschung, und MdB Reinhard Brandl hoben die Innovationsfähigkeit von Carissma hervor. Brandl wies auf die schwierige Lage in der Automobilindustrie hin, die durch massive Stellenstreichungen – wie die angekündigten 100.000 Abbau bei VW – geprägt ist. Doch Carissma zeigt: Es geht auch anders! Die Forschung hier zielt darauf ab, konkret spürbare Anwendungen zu entwickeln, die das Leben der Menschen verbessern.
Forschungsvielfalt und moderne Einrichtungen
Carissma ist kein gewöhnliches Forschungszentrum. Mit einer 120 Meter langen Versuchshalle und mehr als 4.000 Quadratmetern Nutzfläche bietet es Platz für zehn hochmoderne Versuchseinrichtungen. Hier werden Crashtests durchgeführt, es gibt ein Labor für Car2X-Kommunikation, ein Simulationslabor und sogar einen Fußgängerschutzbereich. Die Forscher verfolgen die Vision Zero – null Verkehrstote! Denn in Europa sind die Zahlen alarmierend: Jährlich verunglücken rund 19.800 Menschen tödlich im Straßenverkehr. Ein Grund mehr, hier an Lösungen zu arbeiten.
Die drei Institute von Carissma – C-ISAFE, C-IAD und C-ECOS – bündeln ihre Kräfte in der Forschung. Das C-ISAFE konzentriert sich auf die Verbesserung der Fahrzeugsicherheit, während das C-IAD an der Entwicklung und Absicherung automatisierter Fahrfunktionen arbeitet. Und das C-ECOS hat die sichere Elektromobilität und die Kommunikation zwischen Fahrzeugen im Blick. Diese Synergien sind entscheidend, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.
Ein Netzwerk für die Zukunft der Mobilität
Das Forschungszentrum arbeitet nicht nur lokal, sondern hat auch eine beeindruckende internationale Reichweite. Mit über 150 Partnerfirmen aus der Automobilbranche wird hier ein Netzwerk geschaffen, das nicht nur die Forschung vorantreibt, sondern auch konkrete Lösungen für die Industrie liefert. Der Innovationszyklus in Deutschland dauert im Schnitt 48 Monate – eine lange Zeit im Vergleich zu China, wo es nur 21 Monate sind. Das ist ein Punkt, der nicht ignoriert werden kann, wenn wir über die Wettbewerbsfähigkeit sprechen.
Die Förderung durch den Bund spielt eine zentrale Rolle in der Digitalisierung des Mobilitätssektors. Mit der Richtlinie „Autonomes und vernetztes Fahren in öffentlichen Verkehrssystemen“ soll die Forschung nicht nur angestoßen, sondern auch in den Regelbetrieb überführt werden. Das Ziel ist klar: sicherere, umweltfreundlichere und effizientere Verkehrsmittel. Und Carissma ist hier ein entscheidender Player, der an der Spitze dieser Entwicklungen steht.
Die Zukunft des autonomen Fahrens ist also nicht nur ein Traum, sondern wird hier in Ingolstadt aktiv gestaltet. Während die Automobilbranche vor Herausforderungen steht, zeigt Carissma, dass die Forschung auch in Krisenzeiten vorankommt. Und das ist doch ein Grund zu feiern!
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