Heute ist der 12.07.2026 und im Herzen Ingolstadts gibt es viel zu berichten über die aufregenden Erlebnisse der Studierenden der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, die sich auf eine ganz besondere Reise begeben haben. Sie nahmen am Lernprogramm „Erlebnis Bauernhof“ teil und durften dabei gleich zwei Betriebe besuchen: den Biohof der Familie Reil in Oberhausen und den Milchviehbetrieb der Familie Brems bei Eichstätt. Es war eine wahre Entdeckungsreise in die Welt der Landwirtschaft, die den Teilnehmenden spannende Einblicke in die verschiedenen Formen der Agrarwirtschaft und die Herausforderungen, mit denen Landwirte konfrontiert sind, bot.

Das Programm wird vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ingolstadt-Pfaffenhofen organisiert, und es behandelt essentielle Themen wie Produktionsabläufe, Tierwohl und Umweltschutz. Die Besuche waren nicht nur lehrreich, sondern auch ein bisschen wie eine Zeitreise – man konnte fast das Aroma frisch gemähten Grases riechen und die Geräusche der Tiere hören, die dem Alltag der Landwirte Leben einhauchen.

Einblick in den ökologischen Landbau

Auf dem Biohof der Familie Reil lag der Fokus auf ökologischen Anbaumethoden und der Sortenvielfalt. Hier wurde den Studierenden die Bedeutung von Fruchtfolgen und der Bodenpflege anschaulich erklärt. Es ist schon beeindruckend, wie wichtig gesunde Böden sind – und das nicht nur im übertragenen Sinne! Die Nährstoffversorgung durch Zwischenfrüchte wie Kleegras spielt eine zentrale Rolle im ökologischen Landbau. Bei der Besichtigung des mobilen Hühnerstalls konnten die Studierenden auch hautnah erleben, wie die Tiere in einem artgerechten Umfeld leben.

Auf dem Milchviehbetrieb der Familie Brems wartete eine andere Welt auf die Gruppe. Der Offenlaufstall mit seinen 130 Milchkühen war ein beeindruckendes Beispiel für moderne Landwirtschaft. Hier erfuhren die Studierenden, wie wichtig ausgewogene Fütterung für die Gesundheit der Tiere ist und wie moderne Technik – wie Sensoren im Magen der Kühe – eingesetzt wird, um die Tiergesundheit zu unterstützen. Es war faszinierend zu sehen, wie beide Betriebsformen, ob konventionell oder ökologisch, vor ähnlichen Herausforderungen stehen: der verantwortungsvolle Umgang mit Tieren und Ressourcen, der wirtschaftliche Druck und die Gesellschaftserwartungen. Man fragt sich, wie die Landwirte all das meistern!

Der ökologische Landbau in Zahlen

Wusstet ihr, dass die Bundesregierung das Ziel hat, bis 2030 30 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche ökologisch zu bewirtschaften? Das klingt zwar ambitioniert, aber die EU-Strategie „Farm-to-Fork“ sieht vor, dass bis dahin mindestens 25 % der landwirtschaftlichen Flächen in der EU ökologisch bewirtschaftet werden sollen. Im Jahr 2024 waren bereits 1.850.200 ha (11,2 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche) ökologisch bewirtschaftet – ein kleiner, aber bedeutender Schritt in die richtige Richtung. Allerdings gab es im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang der bewirtschafteten Flächen und Betriebe. Das zeigt, dass es noch ein weiter Weg ist!

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Diese Zahlen stammen vom Statistischen Bundesamt und dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), die eine wichtige Rolle bei der Datenerhebung spielen. Die Bodennutzungshaupterhebung 2020 war eine totale Erhebung im Rahmen der Landwirtschaftszählung – ein riesiger Aufwand, um die aktuelle Situation der ökologisch bewirtschafteten Flächen zu erfassen.

Die Bio-Strategie 2030

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die Bio-Strategie 2030 ins Leben gerufen, die den ökologischen Landbau weiter vorantreiben soll. Diese Strategie umfasst 30 Maßnahmen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette ansetzen, um die Anforderungen an die Landwirtschaft zu erfüllen. Es geht nicht nur um die Erzeugung, sondern auch um die Verarbeitung von Bio-Lebensmitteln und deren Anteil in der Außer-Haus-Verpflegung. Hier wird viel Wert auf nachhaltiges Wirtschaften gelegt – ein Thema, das in der heutigen Zeit immer mehr in den Fokus rückt.

Fünf zentrale Ansatzpunkte der Bio-Strategie beinhalten unter anderem die Honorierung der Gemeinwohlleistungen der ökologischen Landwirtschaft und die Stärkung von Forschung und Wissenstransfer. Es ist eine spannende Zeit für die Landwirtschaft in Deutschland – und nicht nur für die Studierenden, die auf den Bauernhöfen neue Erfahrungen sammeln. Die Bio-Strategie 2030 könnte einen entscheidenden Wandel in der Art und Weise, wie wir Landwirtschaft betreiben und konsumieren, mit sich bringen.

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