Ralph Hasenhüttl, der österreichische Star-Trainer, hat in einem Interview offen über seine erschreckende Erfahrung mit dem Hantavirus im Jahr 2012 gesprochen. Nach einer Mountainbike-Tour im Trainingslager spürte er zunächst nur eine schleichende Erschöpfung. Aber dann kamen die Schmerzen – oh, diese Schmerzen! Er beschrieb sie als „Nadel im Kopf“ und „Messer im Rücken“. Das klingt ja fast wie eine Szene aus einem Horrorfilm, oder? Aber es war die brutale Realität für ihn, als er mit der Diagnose konfrontiert wurde. Seine Organe schwollen an, und nach zwei Wochen auf der Intensivstation kämpfte er um sein Überleben. Es ist schon verrückt, was einem das Leben manchmal so zuspielt.
Übertragen wird das Hantavirus meist durch Nagetiere, wobei Menschen sich über Kot, Urin oder Speichel anstecken können. Hasenhüttl vermutet, dass er sich beim Reinigen seiner Terrasse infiziert hat – man denkt ja nicht wirklich an solche Gefahren, wenn man im Garten arbeitet. Aktuelle Fälle, wie die tragischen Todesfälle auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ vor der Küste Afrikas, zeigen, dass das Virus alles andere als harmlos ist. Die gibt’s nicht nur in den Alpen, sondern auch auf hoher See!
Was sind Hantaviren?
Hantaviren gehören zur Familie der Hantaviridae und sind weltweit verbreitet. In Deutschland sind vor allem das Puumala-Virus (PUUV) und eine genetische Variante des Dobrava-Belgrad-Virus (DOBV-Kurkino) anzutreffen. Diese kleinen RNA-Viren haben einen Durchmesser von etwa 80 bis 120 Nanometern. Wer hätte gedacht, dass es bei so winzigen Biestern solche Auswirkungen geben kann? Die durchschnittliche Seroprävalenz in der Bevölkerung liegt bei etwa 1%. Das bedeutet, dass es unter der Oberfläche viele unentdeckte Infektionen geben könnte. Die Zahl der Hantavirus-Erkrankungen schwankt stark von Jahr zu Jahr – mal sind es nur ein paar Dutzend, dann wieder mehrere Tausend.
Die Übertragung erfolgt in der Regel durch Inhalation von Aerosolen, die aus dem Urin, Kot oder Speichel der infizierten Nagetiere stammen. Dazu kommt, dass die Symptome oft eher unspezifisch sind und grippeähnliche Beschwerden wie hohes Fieber, Schüttelfrost und Rückenschmerzen umfassen. Das macht die Sache nicht leichter, denn wer denkt bei solchen Symptomen schon gleich an ein Hantavirus? In den Ausbruchsregionen Deutschlands, wie der Schwäbischen Alb oder dem Bayerischen Wald, ist das Risiko natürlich höher, besonders in Jahren mit einer hohen Mäusepopulation.
Die medizinische Seite der Hantavirus-Infektion
Eine spezifische Behandlung für das Hantavirus gibt es nicht. Der Körper muss selbst Antikörper bilden, während die Therapie symptomatisch verläuft. Manchmal ist sogar eine intensivmedizinische Betreuung nötig, um die Organfunktionen zu stabilisieren. Und wenn wir schon dabei sind, die letalen Raten variieren je nach Virustyp – bei PUUV-Infektionen liegen sie unter 0,1%, bei DOBV zwischen 0,3 und 0,9%. Das klingt nicht viel, aber bei schweren Verläufen kann es zu Kreislaufproblemen und Atemnot kommen.
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat sich in seinen Ratgebern intensiv mit dem Thema Hantaviren auseinandergesetzt. Diese Ratgeber richten sich vor allem an Fachkreise, wie Ärzte und das medizinische Fachpersonal. Es gibt sogar spezielle Empfehlungen zur Expositionsprophylaxe, um Hantavirus-Infektionen zu vermeiden. Wer also plant, in gefährdete Gebiete zu reisen oder Gartenarbeiten zu verrichten, sollte sich unbedingt informieren. Gründliches Lüften vor Reinigungsarbeiten, das Tragen von Feinstaubmasken und feuchtes Wischen sind wichtige Maßnahmen, um sich zu schützen.
In Deutschland sind Hantavirus-Infektionen zwar nicht sehr häufig, aber sie sind nicht zu unterschätzen. Wer sich über die Risiken und Symptome informieren möchte, findet auf der Webseite des RKI nützliche Informationen. Wer möchte schon einen unerwarteten Besuch vom Hantavirus bekommen? Das Leben ist schon aufregend genug, ohne dass wir uns mit solchen kleinen Übeltätern herumschlagen müssen!