In Ingolstadt tut sich was! Ein digitaler Zwilling, basierend auf offenen Verwaltungsdaten, kommt nun ganz groß heraus. Dieser digitale Zwilling ist für viele von uns vielleicht noch ein bisschen abstrakt, aber die Stadt hat sich einiges einfallen lassen, um uns dieses Konzept näherzubringen. Unter dem Titel „Stadt. Daten. Dialog. – Der Digitale Zwilling für Ingolstadt“ wird am Dienstag, dem 30. Juni, von 14 bis 17 Uhr im Rudolf-Koller-Saal der Volkshochschule ein spannendes Event stattfinden. Ein bisschen wie ein virtueller Marktplatz der Ideen, wenn man so will. Hier können alle Interessierten mehr über die innovative Visualisierung lernen, die von Studierenden des Studiengangs User Experience Design der Technischen Hochschule Ingolstadt entwickelt wurde.

Das Event wird in drei Teile gegliedert. Zuerst gibt es eine Einführung in das Konzept des Digitalen Zwillings und die Welt der offenen Daten. Danach zeigen die Studierenden ihre kreativen Projekte zur Nutzung digitaler Werkzeuge in der Stadtentwicklung. Und schließlich – das wird spannend – gibt es ein interaktives Open-Data-Format, welches den Austausch zwischen Bürgern, Fachleuten und Interessierten ermöglicht. Wer sich für das Thema interessiert, sollte unbedingt dabei sein. Ein Gallery Walk am Ende der Veranstaltung lädt dazu ein, die Projekte hautnah zu erkunden und mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen.

Ein Werkzeug für die Zukunft

Der digitale Zwilling ist nicht nur eine Spielerei. Er zeigt auch die Folgen des Klimawandels auf und wurde im Rahmen des EU-Förderprojekts „Data Space 4 Smart Local Resources Management“ zur kommunalen Wärmeplanung weiterentwickelt. Thomas Schneider, der Leiter der Stabsstelle Strategien Klima, Biodiversität und Donau, hebt die Bedeutung dieses Werkzeugs hervor, um den Klimawandel besser zu verstehen. Die Website 2035.de bietet ein Dashboard mit aktuellen Wetterdaten, Warnungen vor Extremwetterereignissen und sogar Informationen über kühle Orte in der Stadt. Echt praktisch!

Die technischen Grundlagen sind dabei nicht zu vernachlässigen. Urbane digitale Zwillinge (UDZ) sind nämlich dynamisch aktualisierte digitale Abbilder von Stadt- und Kommunalsystemen. Sie kombinieren Geobasisdaten, IoT-Sensorik und KI – eine spannende Kombination, die nicht nur die Emissionen senken, sondern auch die Ressourcennutzung optimieren kann. Das klingt alles ziemlich futuristisch, nicht wahr? Aber es bringt auch einige Herausforderungen mit sich: fehlende Interoperabilität, hohe Kosten und manchmal auch ein bisschen Unsicherheit in Bezug auf die Datenqualität und den Datenschutz.

Ein Netzwerk für urbane digitale Zwillinge

Die Gründung der Arbeitsgruppe „Urbane Digitale Zwillinge (UDZ)“ trägt zur Förderung des Austauschs zwischen Modellprojekten in Smart Cities bei. Hier geht es darum, ein gemeinsames Verständnis für den Einsatz von Urbanen Digitalen Zwillingen zu entwickeln. Die Gruppe verbindet Kommunen, die mit ähnlichen Herausforderungen kämpfen, und organisiert Workshops, in denen Experten ihr Wissen teilen. So wird der Austausch von Wissen für alle Kommunen transparent gemacht – eine coole Sache, wenn man bedenkt, wie viele Städte ähnliche Fragestellungen haben.

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Das Potenzial der Urbanen Digitalen Zwillinge ist enorm. Sie können zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele, insbesondere Ziel 11 (nachhaltige Städte) und Ziel 13 (Klimaschutz), maßgeblich beitragen. Wenn wir uns die Aussicht auf das Jahr 2035 ansehen, könnte es entweder eine flächendeckende gesetzliche Verankerung der UDZ geben oder aber auch nur sporadische Nutzung – dazwischen gibt es viele Möglichkeiten und noch mehr Herausforderungen. Die Zukunft der Stadtentwicklung könnte also spannend und herausfordernd zugleich werden.

In Ingolstadt könnte dieses Event der erste Schritt in eine neue, digitale Zukunft sein. Wer weiß, vielleicht wird der digitale Zwilling eines Tages ein unverzichtbarer Begleiter in unserem Alltag. Wer sich für das Thema interessiert, sollte sich das nicht entgehen lassen!

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