Am 25. April ist der Tag des Baums – ein Tag, der in Ingolstadt und darüber hinaus gefeiert wird, um die Bedeutung der Bäume für unsere Umwelt zu würdigen. Die Stadt Ingolstadt hat in diesem Jahr fast 50 Bäume als Naturdenkmäler ernannt, die besonderen Schutz verdienen. Unter diesen beeindruckenden Exemplaren sticht die ahornblättrige Platane am Turm Baur hervor, die mit ihrem stattlichen Stammumfang die größte ihrer Art im Stadtgebiet ist. Das Umweltamt der Stadt beschreibt diese alten und umfangstarken Bäume als seltene Schätze, die es zu bewahren gilt.
Ein eindrucksvolles Foto zeigt eine Familie, die ein Picknick unter der schützenden Krone der Platane genießt. Es ist ein Bild, das die Verbindung zwischen Mensch und Natur wunderbar einfängt – eine Tradition, die seit der ersten Feier des Tags des Baumes im Jahr 1952 fortgeführt wird. Damals pflanzten Robert Lehr und Theodor Heuss einen Bergahorn im Bonner Hofgarten, und seitdem wird dieser Tag jährlich begangen. Er ist nicht nur eine Gelegenheit, den Bäumen zu gedenken, sondern auch, um aktiv für ihren Erhalt einzutreten.
Die Vielfalt der Bäume
Doch was macht die ahornblättrige Platane so besonders? Ihre Knospen sind von einer kappenförmigen Schuppe geschützt und verstecken sich anfangs in der Blattstielbasis. Die endständigen Seitenknospen erreichen eine Länge von bis zu 10 mm, während andere Seitenknospen kleiner ausfallen. Die Blätter der Platane sind 12 bis 25 cm breit, lederig und weisen eine breit dreieckige Form auf. Sie sind 3 bis 5-lappig und können ganzrandig oder leicht gezähnt sein. Ein Blattstiel von 3 bis 10 cm Länge verbindet die Blätter mit dem Zweig, und im Mai erscheinen die unauffälligen Blüten in hängenden Köpfchen zusammen mit den neuen Blättern.
Die Früchte der Platane sind ebenso bemerkenswert. Sie hängen an Achsen und bestehen meist aus zwei, manchmal auch drei oder mehr borstigen Fruchtkugeln, die 2,5 bis 3 cm dick sind und aus behaarten Nüsschen bestehen. Diese Fruchtstände bleiben über den Winter am Baum, was zur weiteren Verbreitung und Fortpflanzung beiträgt.
Bäume und ihr Beitrag zur Umwelt
Bäume spielen eine entscheidende Rolle im Klima- und Artenschutz. Sie speichern Kohlenstoff, spenden Schatten und bieten zahlreichen Lebewesen einen Lebensraum. Insbesondere Stadtbäume sind für ihre Funktionen wie Schattenspenden und Luftreinigung unverzichtbar. Ein ausgewachsener Laubbaum kann an heißen Sommertagen zwischen 300 und 500 Liter Wasser verdunsten, was einer Kühlenergie von etwa 270 kWh entspricht – ein natürlicher Klimaanlagen-Effekt, den wir dringend benötigen.
Doch die Herausforderungen sind groß. In den letzten Jahren hat die Fähigkeit der Wälder in der EU, Kohlenstoff zu speichern, abgenommen. Ursachen dafür sind unter anderem die vermehrte Holzernte zur Energiegewinnung sowie die Folgen des Klimawandels, wie Hitze, Dürre und Schädlinge. Umso wichtiger ist es, die heimischen Bäume zu schützen und zu fördern. Mischbestände aus heimischen Baumarten schaffen stabilere Lebensräume, und Streuobstwiesen bieten artenreiche Lebensräume, die Brutplätze für Vögel und Nahrungsangebote für Insekten bereithalten.
In Ingolstadt sind die neu ernannten Naturdenkmäler nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung für unsere Umwelt, sondern auch ein Aufruf an alle, sich aktiv für den Erhalt und Schutz der Bäume einzusetzen. Jeder Baum zählt, und gemeinsam können wir einen Beitrag leisten, um unsere Stadt und unsere Natur lebenswert zu erhalten.