Frauenpower in der Kommunalpolitik: Vernetzung und Coaching im Landkreis Haßberge
Im Landkreis Haßberge tut sich was – und zwar ganz konkret in der Kommunalpolitik! Das zweite Vernetzungstreffen für Frauen fand kürzlich im Landratsamt statt, und es war ein echter Erfolg. Mit über 15 Teilnehmerinnen, darunter die stellvertretende Landrätin Birgit Bayer und verschiedene Bürgermeisterinnen, wurde deutlich, dass das Interesse an einer aktiven Mitgestaltung der politischen Landschaft groß ist. Ziel dieser Treffen? Den stark männlich geprägten Raum der Kommunalpolitik auszugleichen und Frauen eine Plattform zu bieten, sich zu vernetzen und ihre Stimmen zu erheben.
Die Gleichstellungsstelle am Landratsamt Haßberge hat sich das ganz fest auf die Fahnen geschrieben. Regelmäßige Treffen sind nicht nur ein guter Anlass, um Erfahrungen auszutauschen, sondern auch um sich gegenseitig zu ermutigen. Und die Resonanz auf die Einladung, ein zukünftiges Treffen im Rathaus der Gemeinde Herbstadt abzuhalten, war durchweg positiv. Sechs Bürgermeisterinnen aus dem Landkreis haben sich bereits bereit erklärt, reihum zu den Vernetzungstreffen zu laden. Das nächste Event, „Frauen in die Politik!“, findet am Dienstag, den 13. Oktober 2026, im Rathaus des Marktes Maroldsweisach statt. Alle Mandatsträgerinnen und neu gewählten Frauen sind herzlich eingeladen, sich zu registrieren – und das ist noch nicht alles!
Coaching für politisch interessierte Frauen
Zusätzlich zu den Vernetzungstreffen bietet die Volkshochschule Landkreis Haßberge in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten Christine Stühler ein kostenloses Gruppencoaching an. Dieses richtet sich explizit an Frauen mit kommunalpolitischem Interesse, unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit. Die Politische Trainerin Johanna Bamberg-Reinwand leitet das Coaching, das über vier Samstagnachmittage im Landratsamt stattfindet. Das nächste Modul ist für den 7. Februar 2026 geplant. Hier können sich interessierte Frauen anmelden und ihr Wissen vertiefen, um in der politischen Arena noch aktiver zu werden.
Das erste Vernetzungstreffen im Jahr 2026 fand bereits am 21. Januar statt – mit fast 20 Teilnehmerinnen, die sich in lockerer Runde austauschten und gegenseitig inspirierten. Ein weiteres Treffen ist für den 14. April 2026 angesetzt. Hier sind besonders die neu gewählten Mandatsträgerinnen der Kommunalwahl am 8. März 2026 gefragt. Wer teilnehmen möchte, sollte sich bei Christine Stühler anmelden – ihre Kontaktdaten sind leicht zu finden: Telefon 09521 27655 oder via E-Mail an gleichstellung@hassberge.de.
Ein Blick auf die Frauen in der Politik
Die Bemühungen, Frauen in die Politik zu bringen, sind nicht nur auf die Haßberge beschränkt. Es ist ein bundesweites Phänomen, dass der Frauenanteil in politischen Ämtern, sei es im Bundestag oder in den Landesparlamenten, seit Jahren stagniert. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung liegt der Frauenanteil im Bundestag seit über 20 Jahren bei einem Drittel. Das ist nicht nur frustrierend, sondern auch ein klares Signal dafür, dass mehr getan werden muss, um Frauen die gleiche Repräsentanz zu bieten.
Initiativen wie die in Haßberge sind ein Schritt in die richtige Richtung – nicht nur um die Gleichstellung zu fördern, sondern auch um die politische Landschaft vielfältiger und gerechter zu gestalten. Je mehr Frauen sich aktiv in die Politik einbringen, desto mehr wird sich auch das Bild der politischen Entscheidungsfindung verändern. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die aktuellen Veranstaltungen und Coachings entwickeln und ob sie langfristig einen echten Wandel bewirken können. Die Hoffnung ist groß, dass die neuen Netzwerke und die Unterstützung durch erfahrene Politikerinnen dazu beitragen, dass sich die Gender-Perspektive in der Kommunalpolitik fest verankert.
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