Heute ist der 6. Mai 2026 – ein Tag, der für viele Schülerinnen und Schüler in den Haßbergen zu etwas ganz Besonderem wurde. Der „Girls’ & Boys’ Day“ am Landratsamt Haßfurt bot die einmalige Gelegenheit, Berufe zu entdecken, die oft noch in alten Geschlechterrollen gefangen sind. Hier, in diesem schillernden Mikrokosmos der Verwaltung, trafen sich 30 Jugendliche, 15 Jungen und 15 Mädchen, um in die Welt der Berufe einzutauchen. Das Ziel? Geschlechterklischees aufbrechen und neue Perspektiven schaffen! Wer hätte gedacht, dass ein Tag so viele Türen öffnen kann?
Die Ausbildungsleiterin Angelika Berthold hatte ein praxisnahes Programm zusammengestellt, das in den Startlöchern wartete. Die Jungen durften sich in der „Verwaltungsstaffel“ versuchen – eine Art sportliche Simulation, um die Herausforderungen der Verwaltung hautnah zu erleben. Gleichzeitig konnten die Mädchen am Kreisbauhof selbst Hand anlegen: Pflasterarbeiten ausprobieren, Baustellenbeschilderungen kennenlernen und sogar einen Blick auf die Maschinen werfen. Technik und Handwerk – oft als „Männerdomänen“ abgestempelt, wurden hier für die Mädchen greifbar. Das hat doch was!
Einblicke in die Zukunft
Für die IT-interessierten Mädchen war der Tag eine wahre Schatzkiste. Sie lernten, wie man einen PC auseinander- und wieder zusammenbaut – eine Fähigkeit, die in unserer digitalen Welt immer wichtiger wird. Aber warum sind solche Gelegenheiten so wichtig? Nun, in Deutschland sind Frauen in den Ingenieurswissenschaften und der Informatik stark unterrepräsentiert. Nur etwa 13 Prozent der Auszubildenden in MINT-Berufen sind Frauen. Das ist ein echtes Ungleichgewicht! Die Initiative „Girls’ & Boys’ Day“ will genau hier ansetzen und eine Berufs- und Studienwahl fördern, die frei von Geschlechterklischees ist.
Der Tag beinhaltete auch ein „Berufe-Speed-Dating“, bei dem die Teilnehmenden in lockerer Atmosphäre mit Auszubildenden ins Gespräch kamen. Eine Runde Bingo mit Fragen zu Berufen lockerte die Stimmung auf und sorgte für ein bisschen Wettkampfgeist. Und damit nicht genug: Eine Hausführung durch das Landratsamt führte die Jugendlichen durch verschiedene Stationen, vom Gesundheitsamt bis zum Bürgerbüro. Ein echter Rundgang durch die Welt der Verwaltung – nicht nur informativ, sondern auch spannend!
Aufbrechen von Klischees
Es ist kaum zu glauben, wie sehr Geschlechterstereotype die Berufswahl bereits in der Kindheit beeinflussen. Jungen werden oft für technische Berufe ermutigt, während Mädchen in sprachlichen oder sozialen Fächern gefördert werden. Dabei bleibt jährlich eine erschreckende Zahl von 20.000 Ausbildungsplätzen im Handwerk unbesetzt. Ein klarer Aufruf zu handeln! Die Initiative setzt darauf, dass alle Geschlechter die gleichen Chancen haben – und dafür braucht es Projekte wie diesen Tag. Es ist so wichtig, ein Umfeld zu schaffen, in dem jeder seine Talente entdecken kann, ohne durch Geschlechterrollen eingeschränkt zu werden.
Und hier kommt auch die neue App „intoMINT“ ins Spiel. Diese digitale Begleiterin bietet Mädchen Einblicke in die MINT-Welt und stellt erfolgreiche Frauen in diesen Berufen vor. Die App unterstützt Lernende dabei, ihre Stärken zu erkennen und ihre Interessen zu verfolgen. Ein Schritt in die richtige Richtung, um das Selbstbewusstsein der Mädchen zu stärken und ihnen zu zeigen, dass sie in diesen Bereichen genauso erfolgreich sein können!
Der Tag endete mit einer Feedbackrunde, in der die Teilnehmenden ihre Eindrücke schildern konnten. Ein abschließendes Resümee, das hoffentlich viele inspirierte, die eigenen Träume und Pläne zu überdenken. Vielleicht wird der ein oder andere Junge bald in der IT brillieren oder ein Mädchen eine Bauleitung übernehmen. Die Möglichkeiten sind grenzenlos, wenn man bereit ist, die Klischees hinter sich zu lassen!