Am 20. Mai 2026 war ein ganz besonderer Tag – nicht nur für die Landwirtschaft in Bayern, sondern insbesondere für zwei vorbildliche Betriebe aus Unterfranken. Im Rahmen eines feierlichen Festakts im Landwirtschaftsministerium wurden insgesamt sechs bayerische Landwirtschaftsbetriebe mit dem Staatsehrenpreis für vorbildliche Ausbildung in der Landwirtschaft ausgezeichnet. Das Motto der Auszeichnung, „Fördern, fordern, voranbringen“, spiegelt das Engagement wider, mit dem diese Betriebe die nächste Generation von Landwirten auf die Herausforderungen der modernen Agrarwirtschaft vorbereiten.

Besonders erfreulich ist, dass gleich zwei der begehrten Preise an Betriebe aus unserer Region gingen. Die Familie Müller aus Goßmannsdorf, im Landkreis Haßberge, sowie die Scheiner GbR aus Stadelhofen, im Landkreis Main-Spessart, wurden für ihre herausragenden Ausbildungsleistungen geehrt. Beide Betriebe haben nicht nur eine beeindruckende Anzahl an erfolgreich ausgebildeten Lehrlingen vorzuweisen – jeweils zwölf – sondern zeichnen sich auch durch individuelle Ausbildungsansätze aus.

Engagement und Individualität in der Ausbildung

Die Scheiner GbR betreibt einen Milchviehbetrieb und bildet seit 2015 Lehrlinge aus. Mit einem klar strukturierten Ausbildungsprogramm und wöchentlichen Praxistagen für Schüler des Berufsgrundschuljahres (BGJ) hebt sich der Betrieb hervor. Betriebsleiter Martin Scheiner ist ein echter Förderer seiner Azubis: Er überträgt ihnen eigene Zuständigkeitsbereiche und ermöglicht ihnen damit, selbstständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Das klingt doch nach einem tollen Einstieg in die Landwirtschaft, oder?

Die Familie Müller hingegen führt einen Spezialbetrieb mit Schweinehaltung. Sie bilden seit 2014 aus und haben ebenfalls zwölf Lehrlinge erfolgreich zum Abschluss geführt. Hier wird die Ausbildung individuell auf die Bedürfnisse der Jugendlichen angepasst. Das ist ein wichtiger Aspekt, denn jeder Lernende hat seine eigene Art, die Dinge zu begreifen. Wenn man bedenkt, dass in Unterfranken zurzeit 155 junge Menschen in der Ausbildung zur Landwirtin oder zum Landwirt stehen, wird deutlich, wie wichtig diese Betriebe für die Zukunft der Branche sind.

Ein Blick auf die Ausbildungssituation in Bayern

In ganz Bayern sind über 1.400 junge Menschen in der Ausbildung zur Landwirtin oder zum Landwirt. Fast 800 von ihnen haben im September ihre Ausbildung begonnen. Ein bemerkenswerter Trend ist der Anstieg an Quereinsteigern in der Landwirtschaft, was durchaus spannend ist, denn es bringt frische Perspektiven in die Branche. Außerdem befinden sich rund 750 Schülerinnen und Schüler im aktuellen Schuljahr im Berufsgrundbildungsjahr (BGJ). Das zeigt, dass das Interesse an einer Ausbildung im Agrarbereich nicht nachlässt.

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Die Verleihung des Staatsehrenpreises ist somit nicht nur eine Auszeichnung für die Preisträger, sondern auch eine wertvolle Orientierungshilfe für Jugendliche, die auf der Suche nach einem passenden Lehrbetrieb sind. Die Initiative wird gemeinsam vom Landwirtschaftsministerium und berufsständischen Verbänden in Bayern getragen und soll andere Betriebe anregen, sich ebenfalls für die Ausbildung des Berufsnachwuchses zu engagieren. Wenn du mehr Informationen zur Ausbildung in der Land- oder Hauswirtschaft suchst, schau einfach bei den örtlichen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) oder der Regierung von Unterfranken vorbei.

Es ist wirklich spannend zu sehen, wie diese Betriebe nicht nur die nächste Generation ausbilden, sondern auch das Land und die Region mit ihrer Arbeit bereichern. Da bleibt einem nur zu wünschen, dass noch viele weitere Betriebe diesem Beispiel folgen und sich mit so viel Leidenschaft und Hingabe der Ausbildung widmen!

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