In Garmisch-Partenkirchen, wo die Berge die Seele berühren, genießt der vierfache Vater Felix Neureuther die frühlingshaften Tage nach einem erlebnisreichen Winterurlaub in Schweden mit seiner Familie. Für ihn ist das Vatersein nicht nur ein Titel, sondern ein emotionales Abenteuer, das mit den ersten Schritten seines jüngsten Sohnes Mats, der im März 2025 das Licht der Welt erblickte und nun bereits laufen kann, noch aufregender wird.
Felix Neureuther, der im Oktober 2017 mit der Geburt seiner Tochter Matilda zum ersten Mal Vater wurde, hat in einer ZDF-Dokumentation mit seinem eigenen Vater Christian über die Herausforderungen des Vaterseins gesprochen. Diese Verantwortung, die er so liebt, beschreibt er als ein „Wunder“, das sein Leben bereichert. Sein Vater, der 76 Jahre alt ist und viel Freude mit seinen Enkeln hat, erinnert sich seinerseits an die Geburt seiner Tochter Ameli im Jahr 1981, bei der er live dabei war. „Schlafentzug gehört dazu“, lacht Christian Neureuther und vermittelt damit die Realität, die viele Väter kennen.
Elternschaft im Wandel
Der gesellschaftliche Wandel, den Väter heutzutage durchleben, ist nicht zu unterschätzen. Laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts vom 6. Dezember 2013 haben mehr als 29% der Väter Elterngeld beantragt, was einen signifikanten Anstieg darstellt. Dennoch beziehen viele von ihnen dieses nur für wenige Monate. Der Grund dafür ist oft die hohe Erwerbsbeteiligung von Frauen und die Notwendigkeit, Beruf und Familie in Einklang zu bringen. Ein immer größer werdender Teil der Väter sieht sich zudem als aktive und engagierte Eltern, was sich positiv auf die Beziehung zu ihren Kindern auswirkt.
Der Wandel in den gesellschaftlichen Leitbildern von Vaterschaft und Mutterschaft zeigt sich auch in den Statistiken: Während 1982 noch 71% der Männer der Meinung waren, dass der Mann voll berufstätig sein sollte und die Frau zu Hause bleibt, waren es 2012 nur noch 31%. In Ostdeutschland ist die Erwerbstätigkeit von Müttern traditionell höher, und nur 19% der Männer befürworteten die traditionellen Rollenverteilungen. Diese Entwicklung spiegelt sich in den Wünschen vieler Väter wider, die mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen möchten, während sie gleichzeitig die betrieblichen Rahmenbedingungen als hinderlich empfinden.
Die Herausforderungen der Vaterschaft
Felix Neureuther steht stellvertretend für viele Väter, die in ihrer Rolle als Eltern aufblühen und gleichzeitig mit den Herausforderungen des modernen Lebens konfrontiert sind. 72% der Väter wünschen sich mehr Zeit für ihre Kinder, während sie im Durchschnitt 44 Stunden pro Woche arbeiten. Das zeigt, wie wichtig es ist, die Verantwortung für Familie und Haushalt gleichmäßiger zwischen Müttern und Vätern aufzuteilen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.
Das Bild des Vaters hat sich gewandelt. Väter sind heute nicht mehr nur die Ernährer, sondern auch Partner in der Erziehung. 81% der Väter sind der Meinung, dass ein guter Vater viel Zeit mit seinen Kindern verbringen sollte. Felix Neureuther verkörpert diese moderne Vaterschaft, die sowohl emotionale Tiefe als auch die Freude an der Verantwortung umfasst. Seine Erfahrungen und die seines Vaters zeigen, wie wertvoll es ist, diese Rolle aktiv zu leben und die Herausforderungen mit Humor zu nehmen.