Heute ist der 23.04.2026 und wir blicken auf eine beeindruckende Reise zurück, die sich über ein ganzes Jahrzehnt erstreckt. Georg Strohmeyer, der kreative Kopf hinter den kulinarischen Genüssen im Hotel Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen, feiert sein 10-jähriges Jubiläum als Küchenchef. In dieser Zeit hat er nicht nur seine persönliche kulinarische Entwicklung vorangetrieben, sondern auch die Bedeutung von Regionalität in seinen Gerichten entscheidend geprägt.
Für Strohmeyer ist die Verbindung zur Natur von zentraler Bedeutung. Inspiration für neue Ideen findet er oft bei langen Spaziergängen und im Austausch mit regionalen Erzeugern. Dabei spielen Themen wie Fermentation und nachhaltiges Arbeiten eine große Rolle in seiner Küche. „Jedes Gericht erzählt eine eigene Geschichte“, sagt er, und diese Geschichten sind oft von den natürlichen Aromen der Zutaten geprägt. Er liebt es, mit saisonalen Produkten zu experimentieren und die Einflüsse verschiedener Küchen der Welt in seine Kreationen einfließen zu lassen.
Die Kunst des Grillens und die Geselligkeit am Feuer
Ein weiteres zentrales Element in Strohmeyers Kochkunst ist das Grillen. Feuer ist für ihn nicht nur ein Werkzeug, sondern auch ein Symbol für Geselligkeit und Gemeinschaft. In geselliger Runde mit Familie und Freunden genießt er besonders Schmorgerichte, die je nach Saison variieren. „Ich schätze eine einfache Küche, die die natürlichen Aromen der Zutaten zur Geltung bringt“, betont er.
Strohmeyer, der seit 17 Jahren im Süden Deutschlands lebt, hat sich in der Region fest etabliert. Er hat ein Haus gebaut und ist stolzer Vater von drei Kindern. Das soziale Umfeld, das er hier gefunden hat, schätzt er sehr. „Ich habe das Gefühl, hier angekommen zu sein“, sagt er und spricht damit vielen aus der Seele, die die herzliche Atmosphäre der bayerischen Alpenregion zu schätzen wissen.
Herausforderungen und Chancen im Kochberuf
Der Beruf des Kochs hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Strohmeyer hat eine bessere Wertschätzung für die Arbeit in der Gastronomie erlebt, ebenso wie verbesserte Arbeitsverhältnisse und eine höhere Produktqualität. Doch mit diesen positiven Entwicklungen kommen auch höhere Erwartungen der Gäste und ein wachsender Druck durch Social Media und Bewertungen. Trotz dieser Herausforderungen würde er jederzeit wieder Koch werden, denn für ihn ist es eine Möglichkeit, Nachhaltigkeit zu fördern und junge Menschen zu ermutigen, eine Kochausbildung zu beginnen.
Sein Ratschlag für Hobbyköche lautet: „Experimentiert und lasst euch von saisonalen Produkten leiten.“ Der direkte Kontakt zur Natur und die Herkunft der Zutaten haben einen entscheidenden Einfluss auf den Geschmack und die Qualität der Gerichte. Georg Strohmeyer und seine Philosophie des Kochens stehen somit nicht nur für kulinarische Kreativität, sondern auch für ein nachhaltiges Bewusstsein, das in jedem Bissen schmeckbar ist.
Mit einem eigenen Garten, in dem er Kräuter und Gemüse anbaut, sorgt er dafür, dass die frischen Zutaten direkt in die Küche gelangen. Diese Verbindung zur Erde spiegelt sich in seinen Gerichten wider und zeigt, wie wichtig es ist, alle Bestandteile der Zutaten zu nutzen, um sie zu etwas Besonderem zu machen. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und Regionalität immer mehr in den Fokus rücken, ist Georg Strohmeyer ein Paradebeispiel für einen Koch, der mit Herz und Verstand für eine bessere Zukunft in der Gastronomie einsteht.