Im nordwestlichen Landkreis Fürstenfeldbruck sind Vertreter aus Politik und Kommunen aktiv geworden, um Klarheit über die zukünftigen Fahrpläne der Bahn und des Freistaats zu fordern. Ihr Anliegen zielt auf die Bestandsgarantie für den stündlichen Zugverkehr an den Bahnhöfen Althegnenberg, Haspelmoor und Mammendorf. Diese Initiative ist besonders wichtig, da die geplante Express-S-Bahn als Alternative abgelehnt wird. Die Lokalpolitiker verfolgen bereits seit vielen Jahren das Ziel einer stündlichen Anbindung durch Regionalzüge. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 sollen zusätzliche Halte eingerichtet werden, sodass nur noch wenige Lücken bestehen bleiben. Allerdings gibt es Bedenken, dass „Stuttgart 21“, dessen geplanter Start für 2027 angesetzt ist, einen zweistündlichen Takt zur Folge haben könnte. Die DB InfraGO AG hat Unterlagen veröffentlicht, die diesen zweistündlichen Takt für die drei Halte zeigen.

Landrat Thomas Karmasin und die Landtagsabgeordneten fordern nun Aufklärung über diese Pläne. In den Antworten von Staatsminister Christian Bernreiter und der Deutschen Bahn wird jedoch klargestellt, dass die Unterlagen kein rechtsverbindliches Planungskonzept darstellen, sondern lediglich als Koordinierungskonzept dienen. Der Freistaat Bayern hat seine Unterstützung für die Region zugesichert und möchte Angebotslücken schließen. Der „Verkehrsausschuss“ beobachtet die Auswirkungen von „Stuttgart 21“ auf den Landkreis genau.

Die Initiative für den Regionalzugverkehr

Die Initiative hat sich das Ziel gesetzt, das Regionalzugangebot für Althegnenberg, Haspelmoor und Mammendorf dauerhaft zu sichern. Im Rahmen des Fahrplanwechsels im Dezember 2025 sind sechs weitere Zughalte an den drei Bahnhöfen geplant. Ein neuer durchgehender Stundentakt von Montag bis Freitag in Fahrtrichtung München-Augsburg soll eingerichtet werden. Diese Zusage geht auf den Freistaat zurück, der im Jahr 1998 einen durchgehenden Stundentakt nach dem viergleisigen Ausbau 2011 versprach, jedoch bis heute nicht vollständig umgesetzt hat.

Die Politik und der Verkehrsausschuss fordern nun die Schließung der letzten Lücken beim Stundentakt und eine dauerhafte Zusicherung des erreichten Standes. Die geplanten Verbesserungen im Dezember 2025 werden jedoch als temporär eingestuft. Insbesondere die Bedenken bezüglich des Regionalzugangebots nach dem Start von Stuttgart 21 sind groß, da sich die Fahrzeiten des Fernverkehrs möglicherweise ändern werden. Der Verkehrsausschuss wehrt sich zudem gegen die geplante Express-S-Bahn, da Mammendorf als Regionalzughaltestelle entfallen könnte. Geplant sind zwei Express-S-Bahnen pro Stunde, eine nach Augsburg mit Halt in Haspelmoor und Althegnenberg, wobei sich die Fahrzeit nach München um mindestens zehn Minuten verlängern würde.

Die Herausforderungen der Infrastruktur

Ein dringender Handlungsbedarf besteht auch beim Umbau des Bahnsteigaufgangs in Haspelmoor. Es gibt immer wieder Klagen über Zugausfälle, Verspätungen und überfüllte Züge, insbesondere in den Hauptverkehrszeiten. Die Bürger werden aufgerufen, das Zugangebot, die Linienbusse und die Flexlinie intensiv zu nutzen, um die hohen Fahrgastzahlen als Nachweis für die Dringlichkeit der Zughalte zu dokumentieren.

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Zusammenhangend mit diesen Entwicklungen steht das größere Projekt „Stuttgart 21“, welches eine Neugestaltung des Bahnknotens Stuttgart vorsieht. Der neue Durchgangsbahnhof soll Ende 2025 in Betrieb genommen werden und ist auf die Verkehrsentwicklung bis 2030 ausgelegt. Das Ministerium für Verkehr arbeitet eng mit der Deutschen Bahn und der Stadt Stuttgart an Optimierungen der Infrastruktur. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie zur Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene, um den Klimaschutz zu fördern und steigende Fahrgastzahlen zu bewältigen.

Die Zukunft des Regionalzugverkehrs in Fürstenfeldbruck bleibt also spannend. Ob die Initiativen der Lokalpolitiker und die Unterstützung des Freistaats ausreichen, um die angestrebte stündliche Anbindung dauerhaft zu sichern, wird sich in den kommenden Jahren zeigen müssen.

Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen, besuchen Sie die Quelle dieser Informationen: Kreisboten und Merkur. Weitere Details finden Sie auch in den Informationen zu Baden-Württemberg.