Am vergangenen Wochenende fand der mit Spannung erwartete Festumzug zum Volksfest Fürstenfeldbruck statt. Über 2400 Teilnehmer, darunter mehr als 1000 Kinder, feierten in einer bunten Parade durch die Stadt und sorgten für großartige Stimmung. Die Vorbereitungen waren nicht zu übersehen: Eine Stunde vor dem Umzug gab es ein Standkonzert und Freibier vor dem Alten Rathaus, das die Besucher in feierliche Laune versetzte.

Der Platz rund um den Stadtbrunnen war gut besucht, als die verschiedenen Blaskapellen aus Bruck, Schöngeising und Gilching ihre musikalischen Darbietungen zum Besten gaben. Die Luitpoldmusikanten aus Germerswang und zahlreiche andere Kapellen wie die von Adelshofen, Maisach und Moorenweis trugen zur festlichen Atmosphäre bei. Den Auftakt des Festzugs bildeten die Luttenwanger Goaßlschnalzer, die mit lauten Geräuschen auf sich aufmerksam machten und viel Beifall ernteten – trotz der Lautstärke!

Tradition und Gemeinschaft

Die Festlichkeiten wurden, wie im Vorjahr, an zwei verschiedenen Tagen durchgeführt. Landtagsabgeordneter Benjamin Miskowitsch äußerte sich positiv zu dieser Entscheidung, und auch Oberbürgermeister Christian Götz, der am Festzug teilnahm, lobte den gelungenen Auftakt. Insgesamt wurden 64 Startnummern im Festzug vergeben, und die Teilnehmer erhielten Bier- oder Limo-Marken sowie einen Wertgutschein von fünf Euro.

Die Freiwillige Feuerwehr Fürstenfeldbruck hatte die Aufgabe, die Zufahrtsstraßen nach dem Festzug zu sichern und war mit drei Fahrzeugen auf der Hauptstraße unterwegs. Diese Bemühungen trugen zur Sicherheit und Ordnung während der Feierlichkeiten bei und zeigten einmal mehr die starke Gemeinschaft, die in Fürstenfeldbruck herrscht.

Ein bedeutendes Jubiläum

Das Brucker Volksfest, das am Freitag, den 24. April 2026, eröffnet wurde, feiert in diesem Jahr bereits 175 Jahre Tradition. Die Wurzeln des Volksfestes reichen bis ins Jahr 1851 zurück, und die Feierlichkeiten bieten einen Rückblick auf die lange Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückgeht. Ursprünglich fanden die Volksfeste unregelmäßig und oft im Herbst statt, verbunden mit landwirtschaftlichen Ereignissen, bevor sie schließlich ins Frühjahr verlegt wurden.

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Besonders am Eröffnungstag herrschten frühlingshafte Temperaturen, was zu einem hohen Besucheraufkommen führte. Oberbürgermeister Christian Götz zapfte mit drei Schlägen das erste Fass König Ludwig Hell an, und die Band „Bayern-Rocker“ sorgte für eine lebhafte Stimmung im Bierzelt. Das Festgelände war von regem Treiben geprägt, und die Schausteller konnten sich über gute Geschäfte freuen. Eine Neuordnung der Karussells und Buden, bedingt durch Baustellen, tat dem vielfältigen Angebot keinen Abbruch.

Volksfeste als Kulturgut

Volksfeste haben in Deutschland eine lange Tradition und sind tief in der Kultur verwurzelt. Am 27. März 2026 wurde die „Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland“ von der Deutschen UNESCO-Kommission als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Das digitale Kulturgut Volksfest-Archiv bietet Einblicke in die Geschichte und Entwicklung von Volksfesten sowie in das Leben der Schausteller. Diese Plattform ist öffentlich zugänglich und ermöglicht es Interessierten, mehr über die faszinierende Welt der Volksfeste zu erfahren.

Mit einem vielfältigen Programm und der starken Unterstützung der Gemeinschaft bleibt das Volksfest in Fürstenfeldbruck ein fester Bestandteil der lokalen Kultur und ein Ort der Begegnung für Jung und Alt. Die Begeisterung der Teilnehmer und Besucher zeigt, dass die Tradition der Volksfeste auch in Zukunft lebendig bleibt.

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