Heute ist der 1.07.2026, und die Nachrichten aus Olching haben uns ganz schön überrascht. Rackls Backstubn, die traditionsreiche Bäckerei, die seit 1889 in der Region verwurzelt ist, hat nach 137 Jahren am 31. Mai die Produktion am Hauptsitz eingestellt. Ein herber Verlust für viele, die die duftenden Brötchen und das frische Brot von Rackl schätzten. Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens wurden 17 von 30 Verkaufsstandorten im Großraum München an andere Bäckereien übergeben, was den Verlust für die Region ein kleines bisschen abmildert.

Eine der erfreulichen Nachrichten ist, dass die Backstube Wünsche, gegründet 1968 und mittlerweile ein regionaler Riese mit 300 Filialen in Südbayern, die meisten übernommen hat. Ganze 10 Standorte, darunter auch in Fürstenfeldbruck, Olching und München, werden künftig unter dem Namen Wünsche geführt. Doch der Name Rackls Backstubn selbst wird nicht weitergeführt, wie die Anwaltskanzlei dmp Solutions bestätigte. Das hat etwas Wehmütiges, denn Rackl war mehr als nur eine Bäckerei – sie war ein Teil des Lebens vieler Menschen hier.

Ein Ende und ein neuer Anfang

Die Übernahme durch Wünsche ist natürlich ein Lichtblick. Viele Mitarbeiter wurden übernommen, was in Zeiten wie diesen eine große Erleichterung ist. Dennoch bleibt das Gefühl, dass mit Rackls Backstubn etwas Einzigartiges verloren gegangen ist. Immerhin zählte das Unternehmen zu den prägenden Handwerksbäckereien im Großraum München und wurde zuletzt in vierter Generation geführt. Das Insolvenzverfahren ist aktuell noch nicht abgeschlossen, und es wird geprüft, ob es eine Insolvenzplanlösung gibt, um individuelle Rückzahlungsmodalitäten für Schuldner und Gläubiger zu erarbeiten. Ein rechtliches Labyrinth, das viele in der Region beschäftigen wird.

In der Zwischenzeit gibt es auch eine Warnung bezüglich unseriöser Angebote im Zusammenhang mit Insolvenzverfahren. Die Landesjustizverwaltungen sowie das Bundesministerium der Justiz weisen darauf hin, dass es immer wieder zu irreführenden Zahlungsaufforderungen kommt, die nicht von Justizbehörden stammen. Es ist wichtig, hier aufmerksam zu sein, denn die Gerichte fordern niemals telefonisch zur Zahlung von Gebühren auf. Die Abrechnungen erfolgen immer über Justizkassen oder direkt über Justizbehörden. Bei Unsicherheiten sollte man sich besser an das zuständige Gericht wenden.

Die Zukunft von Rackl und der Region

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation um die restlichen Rackl-Standorte entwickelt. Zwei Filialen wurden bereits von der Münchner Privatbäckerei Wimmer und der Bäckerei-Konditorei Ziegler übernommen. Hasi Schmeckerbäcker und die Bäckerei-Konditorei Kreitmaier aus Grafing haben ebenfalls jeweils zwei Filialen übernommen. Doch was wird aus der Backstube und dem Verwaltungssitz in der Johann-G.-Gutenberg-Straße in Olching? Dort wurde bisher keine Lösung gefunden, und die Verkaufsfiliale wird nun von einem Pächter mit zugekauften Backwaren weitergeführt. Das ist für viele eine bittere Pille.

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In diesen ungewissen Zeiten ist es wichtig, die positiven Aspekte nicht aus den Augen zu verlieren. Die überwiegende Zahl der Rackl-Mitarbeiter hat eine neue Perspektive gefunden, und die Region bleibt mit der Backstube Wünsche und anderen Bäckereien weiterhin gut versorgt. Vielleicht wird die Erinnerung an Rackls Backstubn eines Tages in neuen Geschichten weiterleben, die in den Brötchen und Broten der neuen Betreiber stecken. Es bleibt spannend, wie sich die Bäckereilandschaft in der Region entwickeln wird.

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