Heute ist der 3.06.2026 und in Maisach, einem kleinen, aber lebendigen Ort im Landkreis Fürstenfeldbruck, hat sich eine interessante Wendung ergeben – die BMX-Bahn bleibt, wie sie ist! Der Gemeinderat hat beschlossen, den geplanten Umbau der Bahn zu stoppen. Zuvor hatten fünf Jugendliche ihre Bedenken geäußert, dass das Abflachen des höchsten Hügels die Bahn unattraktiv machen könnte. Ein berechtigter Einwand, wenn man bedenkt, dass der Nervenkitzel, den dieser Hügel bietet, für viele in der BMX-Szene essenziell ist.
Der hohe Hügel am Strasserwinkel ist zwar wenig einsehbar und zieht damit Vandalismus an, doch die Jugendlichen haben klar gemacht, dass sie diesen Teil der Bahn nicht missen möchten. Gottfried Obermair von den Freien Wählern stellte den Antrag, den Umbau abzulehnen, nachdem er mit den jungen Fahrern gesprochen hatte. Es kam heraus, dass der Vandalismus und Drogenprobleme hauptsächlich von älteren Jugendlichen verursacht werden. Eine spätere Befragung ergab, dass die Mehrheit der Jugendlichen den großen Hügel mit Sicherheit behalten möchte. Ein klares Signal!
Vandalismus und Sicherheitsfragen
Ähnlich sieht es in Leopoldshöhe aus, wo die BMX-Bahn ebenfalls mit Vandalismus zu kämpfen hat. Dag Schneevoigt, der Abteilungsleiter für BMX-Sport im TuS Leopoldshöhe, ist verständlicherweise verärgert über die Graffitis, die auf der Steilkurve der Bahn gesprüht wurden. Diese Bahn ist nicht nur ein Spielplatz für Jugendliche; sie ist eine ernstzunehmende Rennstrecke, die sogar für die Bundesliga geeignet ist. Seit 2012 haben Schneevoigt und seine Mitstreiter in Eigenarbeit an dieser Bahn gearbeitet, um sie auf ein professionelles Niveau zu bringen.
Gerade die Steilkurven, die mit Betonpflaster versehen sind, erfordern eine gewisse Griffigkeit. Hohe Geschwindigkeiten, die die Sportler erreichen, erhöhen das Risiko von Stürzen. Und wenn die Bahn durch Vandalismus beeinträchtigt wird, gefährdet das nicht nur den Spaß, sondern auch die Sicherheit der Fahrer. Lackreste, die schwer zu entfernen sind, können sogar zu Unfällen führen. Was für ein Teufelskreis!
Neue Ideen zur Verbesserung
Nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats in Maisach, die Bahn nicht umzubauen, denkt man nun über andere Maßnahmen nach. Diese beinhalten unter anderem das Anbringen von Pfosten an der Einfahrt, um Autos fernzuhalten, sowie die Installation von Bewegungsmeldern für eine bessere Beleuchtung. Solarlampen in drei Metern Höhe könnten eine kostengünstige und umweltfreundliche Lösung darstellen. Auch ein Dixie-Klo wird in Erwägung gezogen – ganz praktisch, oder? Der Einsatz von Überwachungskameras wurde jedoch abgelehnt, da dies als zu massiv empfunden wurde. Bürgermeister Hans Seidl äußerte Bedenken zur Auswertung der Kamerabilder. Wie viel Sicherheit brauchen wir wirklich?
Im Hintergrund spielt der Verein TSG eine Rolle, der seine Hilfe angeboten hat, jedoch keine Kontrolle über die Nutzung des BMX-Geländes übernehmen wird. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird und ob die Jugendlichen weiterhin aktiv für ihre Bahn kämpfen. Fest steht, dass BMX nicht nur ein Sport, sondern auch ein Lebensgefühl für viele ist.