Amphibien auf Wanderschaft: Ein Frühling voller Überraschungen in Fürstenfeldbruck
Heute ist der 7.07.2026 und hier in Fürstenfeldbruck regiert das Frühlingswetter. Das bedeutet: Es wird gewandert! Und zwar nicht nur von uns Menschen, sondern auch von den gefleckten Kröten, quakenden Fröschen und schlüpfrigen Molchen. Diese kleinen Gesellen machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern – ein faszinierendes Schauspiel der Natur! In diesem Jahr haben bereits über 4100 Amphibien den Weg über Straßen gefunden, und das dank der tatkräftigen Unterstützung von 40 freiwilligen Helfern des LBV. An vier Zäunen in Mammendorf, Poigern, Wenigmünchen und Herrnzell haben sie unermüdlich gearbeitet, um die kleinen Wanderer zu schützen.
Besonders erfreulich ist die Zunahme der Berg- und Teichmolche. Mit mehr als 770 Exemplaren haben wir einen Rekord aufgestellt! Simon Weigl, der Geschäftsstellenleiter des LBV Fürstenfeldbruck, hat einige Theorien zu diesem Anstieg. Die letzten zehn Jahre hatten einen Durchschnitt von nur 1850 Tieren – jetzt scheinen wir fast in andere Dimensionen vorzudringen. Vielleicht liegt es an der Sanierung eines Teiches in Poigern vor fünf Jahren, die zur Erholung der Amphibienpopulation beigetragen hat. In Poigern wurden beeindruckende 1758 Amphibien gezählt, das sind etwa 400 mehr als im Vorjahr!
Besondere Entdeckungen
Ein kleines Highlight in diesem Jahr war die Entdeckung einer Wechselkröte, die offenbar von einer Sandgrube in Pfaffenhofen gewandert ist. Solche Funde sind immer ein spannendes Zeichen für die Biodiversität in der Region. Der LBV Augsburg hat zudem ein Projekt zur Vernetzung von Wechselkrötenpopulationen gestartet, um die wanderfreudigen Amphibien besser zu unterstützen. Ein spezieller Tümpel für die Wechselkröten in Poigern wäre eine tolle Ergänzung – da könnte sich noch so einiges entwickeln!
Aber nicht nur in Poigern tut sich etwas. Der NABU hat ebenfalls zahlreiche Helfer mobilisiert, die bei der Amphibienschutzsaison tatkräftig mitwirken. In Deutschland wurden in diesem Jahr bereits über 7.150 Amphibien gerettet, was einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Doch nicht alles läuft glatt: Negative Berichte über Frühlaicher gibt es ebenfalls. Die ungünstigen Wetterbedingungen und der Straßenverkehr machen es den kleinen Tierchen nicht leicht. Überfahrene Amphibien und fehlende Schutzzäune sind oft die traurige Realität, die uns zum Handeln auffordert.
Die große Herausforderung
Die Amphibienwanderung wird stark durch die Wetterbedingungen beeinflusst. Wenn milde Temperaturen und Regen zusammentreffen, dann ist das die perfekte Zeit für die Wanderung. Vielleicht erinnern sich einige von euch an den 21. März 2025, als die Erdkröten in Scharen unterwegs waren. Das war ein echtes Spektakel! Aber auch die Trockenheit ist ein Problem, das die Amphibienpopulationen erheblich belasten kann. Daher ist es umso wichtiger, dass sich immer mehr Menschen für den Amphibienschutz engagieren. Vorkenntnisse sind nicht zwingend notwendig – jeder kann helfen!
Auf globaler Ebene gibt es ebenfalls besorgniserregende Nachrichten. Der Rückgang vieler Amphibienarten macht nicht nur Naturschützern Sorgen. Zooverbände und Privathalter setzen sich langfristig für den Erhalt von Amphibien ein. Die Stiftung Artenschutz und verschiedene Organisationen haben den „Amphibien-Fonds“ ins Leben gerufen, um Schutzprojekte für hochbedrohte Arten zu unterstützen. Ob durch direkte Schutzaktivitäten oder Umweltbildung – es gibt viele Wege, wie wir helfen können.
Es bleibt also spannend, wie es mit unseren kleinen Freunden weitergeht. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Amphibiensaison und hoffen, dass viele weitere Menschen sich zum Schutz dieser faszinierenden Tiere engagieren werden!
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