Heute ist der 17.07.2026 und die Stadt Landshut feiert mit großer Vorfreude den Abschluss des ersten Bauabschnitts im ehemaligen Ursulinenkloster, das nun als Bildungs- und Kulturzentrum erstrahlt. Das Erzbistum München und Freising hat hier eine Investition von rund 50 Millionen Euro getätigt, um die alten Mauern in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Die Umwandlung dieses geschichtsträchtigen Ortes ist mehr als nur ein architektonisches Projekt; es ist ein Schritt hin zu einem lebendigen Zentrum für Bildung und Kultur, das die Geschichte Altbayerns in sich trägt.

Münchens Kardinal Reinhard Marx wird zur Feier erwartet und wird um 14:00 Uhr eine Andacht halten. Dabei segnet er die neuen Räumlichkeiten sowie den Klostergarten, der mit seiner historischen Kulisse eine Oase der Ruhe und Inspiration schaffen soll. Schülerinnen, Lehrkräfte und Mitarbeitende der Ursulinenrealschule haben bereits seit April die neuen Räume und einen der beiden Innenhöfe in Beschlag genommen. Die Nutzfläche wurde von 3.900 auf 6.300 Quadratmeter erweitert. Ein wahrer Gewinn für die Bildungseinrichtungen, die hier zusammenarbeiten – die Ursulinenrealschule, das Christliche Bildungswerk Landshut und das neue Klostermuseum, das Exponate aus dem Ursulinenkloster Sankt Josef präsentiert.

Ein Blick in die Zukunft

Doch das Ende des ersten Bauabschnitts ist nur der Anfang. Der zweite Bauabschnitt, der bis Herbst 2027 abgeschlossen sein soll, ist bereits in Planung. Hier stehen Investitionen von rund 12 Millionen Euro auf der Agenda. Geplant sind unter anderem eine Modulschule und der Abbruch der alten Turnhalle. Um den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten, wurde die Modulschule bereits in Form von Containern auf dem Grundstück neben dem Kloster errichtet. Clever, oder? So bleibt der Unterricht nicht auf der Strecke, während die alten Mauern saniert werden.

Die historischen Bauteile haben ein wenig Pflege nötig gehabt – die statische Ertüchtigung, die Erneuerung der Strom- und Wasserversorgung sowie die Installation neuer Heizungstechnik wurden in der Generalsanierung umgesetzt. Auch die alte Stadtmauer neben der Modulschule hat ein neues Gewand bekommen. Außerdem ließ das Erzbistum ein Regenrückhaltebecken bauen, das dazu dient, das städtische Kanal- und Abwassernetz bei Starkregen zu entlasten. Das ist nicht nur praktisch, sondern zeigt auch ein gewisses Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Stadt.

Bildung trifft Kultur

Was das Kloster zu bieten hat, ist beeindruckend. Die Ursulinenrealschule und das Christliche Bildungswerk teilen sich die neuen Räume, während das Klostermuseum mit seinen Exponaten die Geschichte lebendig hält. Hier wird Geschichte nicht nur erzählt, sondern auch erlebt. Die Heilige Korbinian, die um 724 nach Freising kam, um in Altbayern zu predigen, wird durch diese Art der Bildung und Kultur gewürdigt. Das Bistum Freising, 739 gegründet, hat sich über die Jahrhunderte zum kulturellen Zentrum Altbayerns entwickelt. Ein Erbe, das in diesen neuen Räumlichkeiten weitergetragen wird.

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Und während die Feierlichkeiten in Landshut über die Bühne gehen, werfen wir einen Blick über die Grenzen der Stadt hinaus. Im Kloster Beuerberg, das über 900 Jahre Geschichte erzählt, gibt es ebenfalls viel zu entdecken. Dort wird täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr eine Ausstellung angeboten, die kostenfrei besucht werden kann – ein kleiner Geheimtipp für alle, die sich für Geschichte und Kultur interessieren. Ein Café und ein Bistro laden zum Verweilen ein, die Gastronomie hat von Montag bis Mittwoch bis 20:00 Uhr geöffnet und lädt zur Erholung nach einem Besuch in der Ausstellung ein.

Ob öffentliche Führungen am Wochenende oder private Anfragen – das Kloster Beuerberg ist ein Ort der Begegnung, des Schlafens, Ausruhens und Feiern. Hunde sind hier übrigens erlaubt, es sei denn, man nimmt an einer Führung teil. So bleibt der Besuch entspannt und auch für die vierbeinigen Freunde ein Erlebnis. Es scheint, als ob die Klöster in der Region nicht nur Orte der Stille, sondern auch lebendige Kulturzentren sind, die Bildung und Gemeinschaft fördern – und das ist doch eine schöne Vorstellung.

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