Heute ist der 24.05.2026 und in Moosburg, wo der Aquapark einst als beliebtes Naherholungsgebiet galt, brodelt es gewaltig. Die Sonne scheint, die ersten warmen Tage locken die Leute ins Freie, doch die Freude am Schwimmen und Entspannen ist trübe, um nicht zu sagen, verdorben. Der Aquapark, ein Ort, der für viele Familien ein zweites Zuhause war, kämpft gegen katastrophale Bedingungen. Man kann die Enttäuschung förmlich spüren, wenn man die verwilderten Liegewiesen und die Müllansammlungen sieht.

Eingeschlossene Kioske und Sanitärgebäude – alles verrammelt und mit Bauzaun abgesperrt. Es ist, als wäre man in einer Geisterstadt gelandet. Goran Marincic, der Chef der Evago-Gruppe, steht vor enormen Herausforderungen. Er berichtet von Schwierigkeiten, einen neuen Pächter zu finden, der die Verantwortung für den See übernimmt. Immer wieder springen Kioskpächter ab, was die Lage nur verschärft. Das Gelände wird mehr und mehr vernachlässigt, und die Besucher hinterlassen ihre Spuren in Form von Abfall und Fäkalien. Ein Bild, das man sich nicht ausmalen möchte, doch genau das ist die Realität im Aquapark.

Die finanzielle Last

Marincic schätzt die laufenden Kosten für den Aquapark auf etwa 100.000 Euro jährlich. Das sind keine Peanuts! Eine Summe, die für eine solch heruntergekommene Anlage wie diese kaum zu stemmen ist. Und jetzt denkt die Evago-Gruppe über einen Verkauf des Aquaparks nach – für etwa sechs bis sieben Millionen Euro. Doch wer würde in dieser Situation investieren? Ein Risiko, das nur die Mutigsten eingehen würden. Die ursprünglichen Entwicklungspläne sind ohnehin an den Genehmigungen gescheitert, die immer wieder blockiert wurden. Ein Teufelskreis, der sich nicht so leicht durchbrechen lässt.

Moosburgs Verwaltungschefin Evelyn Stadler zeigt sich überrascht über die Verkaufsabsichten und äußert Bedenken hinsichtlich der hohen Instandhaltungskosten. Verständlich, denn die Verwaltung hat auch ihre eigenen finanziellen Herausforderungen zu bewältigen. Die Diskussion über eine Übernahme des Aquaparks durch den Erholungsflächenverein ist gescheitert; Christian Mohr hat seine Zweifel an der Realisierbarkeit geäußert. Das ganze Geplänkel wirkt wie ein verzweifelter Versuch, einen Ausweg aus der Misere zu finden.

Der Ausblick bleibt ungewiss

Inzwischen gibt es Bestrebungen, neue Gespräche mit den Eigentümern zu führen. Ein Lichtblick, der jedoch in der Ungewissheit schimmert. Ohne signifikante Änderungen könnte die Zukunft des Aquaparks düster bleiben. Die Enttäuschung der Bürger ist spürbar; viele hoffen, dass die Verantwortlichen bald eine Lösung finden, um den Aquapark wieder zu einem Ort der Freude und Entspannung zu machen. Doch während die Diskussionen andauern, bleibt die Frage: Wer wird letztlich die Verantwortung übernehmen, um den Aquapark aus seinem Dilemma zu befreien?

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