Heute, am 10. Mai 2026, ist Freising ein bisschen bunter, ein bisschen aufregender geworden. Nach den Kommunalwahlen steht jetzt fest, wer die Geschicke der Stadt leiten wird. Monika Schwind von der Freisinger Mitte (FSM) hat sich als erste weibliche Oberbürgermeisterin durchgesetzt. Ihre Wahl war ein echter Paukenschlag: Mit 60,8 Prozent der Stimmen hat sie sich gegen ihren Herausforderer Nico Heitz von den Grünen durchgesetzt, der 39,2 Prozent der Stimmen erhielt. Bei einer Wahlbeteiligung von 47 Prozent ist das ein beeindruckendes Ergebnis!
Wie es sich für eine feierliche Amtseinführung gehört, wurde die Stadtratssitzung mit einem herzlichen Anstoßen der neu gewählten Stadträte und Gästen abgeschlossen. Neben Monika Schwind stehen ihr Nico Heitz als 2. Bürgermeister und Monika Riesch als 3. Bürgermeisterin zur Seite. Nico, der mit 24 von 39 Stimmen gewählt wurde, wird gemeinsam mit Monika Riesch, die 25 Stimmen erhielt, die Stadtspitze unterstützen.
Die neue Stadtratsmannschaft
Ein frischer Wind weht durch das Rathaus – gleich 13 neue Stadträte wurden heute vereidigt. Frisch im Amt sind auch die neuen Referenten, die für verschiedene Bereiche verantwortlich sind. Simon Schindlmayr (CSU) übernimmt die Finanzen, während Teresa Degelmann (SPD) für die Wirtschaft zuständig ist. Die Planung liegt in den Händen von Thomas Pellmeyer (FSM) und im sozialen Bereich wird Charlotte Reitsam (Grüne) Akzente setzen. Sport, Umwelt, Kultur – alles hat seinen eigenen Referenten: Jürgen Mieskes (CSU) für den Sport, Manfred Drobny (Grüne) für die Umwelt, und Kulturreferent Nico Heitz (Grüne) wird seine Expertise einbringen.
Aber das ist noch nicht alles! Joana Bayraktar kümmert sich um die digitale Zukunft, während Ulrich Vogl (Gemeinsam für Freising) als Beteiligungsreferent auf die Bürgerbeteiligung schauen wird. Robert Weller (FW) und Daniel Hubensteiner (FW) sind die Referenten für Eigenbetriebe und Mobilität. Und der Rechnungsprüfungsausschuss bekommt gleich zwei neue Gesichter durch ein Losverfahren, das die letzten beiden Sitze vergeben hat. Rudi Schwaiger (CSU) wird den Vorsitz übernehmen, unterstützt von Sebastian Habermeyer (Grüne) als Stellvertreter.
Ein historischer Moment
Was für ein historischer Moment für Freising! Monika Schwind, die als erste Frau in diesem Amt Geschichte schreibt, wird am 1. Mai offiziell ihr Amt antreten. In Deutschland sind Frauen in solchen Positionen noch immer rar gesät – nur 13,5 Prozent der Bürgermeister sind weiblich, und in Bayern liegt der Anteil sogar nur bei 10,1 Prozent. Das macht Schwinds Wahl umso bemerkenswerter, denn in vielen bayerischen Gemeinden wurden bei der letzten Wahl 2020 nicht einmal Frauen gewählt.
Der Druck auf Schwind und ihre Mitstreiter ist groß. Aber auch die Herausforderungen, die Frauen in der Politik oft begegnen, sind nicht zu unterschätzen. Carolin Pecho, die parteilose Bürgermeisterin in Ringelai, hat von den Schwierigkeiten berichtet, mit denen Frauen konfrontiert werden – von Zeitdruck bis hin zu persönlichen Anfeindungen. Doch Schwind zeigt, dass es auch anders geht. Ihre Wahl könnte ein Lichtblick für viele Frauen sein, die in der Kommunalpolitik aktiv werden wollen.
Mit frischem Elan und einem starken Team wird Freising in den kommenden Jahren sicherlich viele spannende Herausforderungen meistern. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Herren und Damen im Rathaus schlagen. Eines ist sicher: Die Stadt hat das Potenzial, sich weiterzuentwickeln und neue Wege zu gehen. Auf eine aufregende Zeit!