Am 1. Mai 2026 wird es im Landkreis Freising wieder bunt und fröhlich zugehen, wenn zahlreiche Maibäume aufgestellt werden. Diese Tradition hat in der Region eine lange Geschichte und wird von vielen Orten mit Musik, Tänzen und kulinarischen Köstlichkeiten gefeiert. Die Maifeiern sind eine wunderbare Gelegenheit, um sich mit Nachbarn und Freunden zu treffen und den Frühling gebührend zu begrüßen.
Besonders in Abens wird es am Pfarr- und Schützenheim ein kleines Maifest geben, das mit einer Hüpfburg für die Kleinen auch für die Jüngeren attraktiv ist. In Attenkirchen wird das Dorfzentrum ab 10:30 Uhr zum Treffpunkt für alle Maibaumfreunde, wo ab 12 Uhr ein Mittagstisch und eine Hüpfburg auf die Besucher warten. Eching lädt um 10 Uhr vor dem Huberwirt zum Maibaumaufstellen ein, gefolgt von Essen, Trinken und Musik. In Fahrenzhausen wird nach einem Weißwurstfrühstück um 9 Uhr ab 10:30 Uhr der Maibaum aufgestellt und auch Barbetrieb angeboten.
Vielfalt der Maifeiern
In Freising selbst findet das Maifest im Appelhof in Pulling ab 11 Uhr statt, mit der offiziellen Maibaumaufstellung um 14 Uhr, die von Musik und Tanz begleitet wird. Auch Neustift feiert mit einem Maifest nach dem Gottesdienst um 10 Uhr, inklusive Weißwurstfrühstück und Kuchen. St. Georg wird um 15 Uhr den Maibaum aufstellen und es gibt Grillwürstl sowie Getränke, deren Erlös der Pfarrjugend zugutekommt. In Sünzhausen beginnt die Feier ab 11 Uhr mit kulinarischen Angeboten und einer Verlosung.
Die Feierlichkeiten setzen sich in Hohenbachern fort, wo vom 29. April bis 3. Mai eine Jubiläumsfeier geplant ist. Das Maifest in Hörgertshausen beginnt ab 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen ab 13 Uhr, gefolgt von Musik nach dem Aufstellen des Maibaums. Kirchdorf, Kranzberg, Langenbach, Moosburg, Nandlstadt, Neufahrn, Giggenhausen, Hetzenhausen, Wang, Wolfersdorf und Oberhaindlfing sind ebenfalls dabei, mit ihren eigenen Maibaumaufstellungen und Festen in den unterschiedlichsten Formen.
Traditionen rund um den 1. Mai
Der 1. Mai ist nicht nur ein Tag für Maibaumaufstellungen, sondern auch der Tag, an dem viele Bräuche und Traditionen lebendig gehalten werden. Die Nacht zum 1. Mai, bekannt als Walpurgisnacht, ist eine Zeit voller mystischer Rituale, in der früher Hexen um ein Feuer tanzten. Diese Bräuche haben sich über die Jahrhunderte verändert, und heute nutzen viele Jugendliche die Freinacht, um Maibäume aus den Nachbargemeinden zu stehlen oder kleine Streiche zu spielen, die manchmal auch in Vandalismus ausarten können.
Der Ursprung dieser Feierlichkeiten geht zurück auf einen Gedenktag für die heilig verehrte Nonne Walburga, deren Gebeine am 1. Mai nach Eichstätt gebracht wurden. Die Verbindung zwischen vorchristlichen Bräuchen und dem Gedenken an Walburga zeigt sich in den nächtlichen Feierlichkeiten, die oft mit Freudenfeuern verbunden sind, um den Frühling willkommen zu heißen. Der 1. Mai hat sich im Laufe der Zeit auch zu einem Feiertag der Arbeiterbewegung entwickelt, beeinflusst durch den Generalstreik in den USA im Jahr 1886. So wird dieser Tag nicht nur zum Feiern, sondern auch zum Gedenken an die Errungenschaften der Arbeiterbewegung genutzt.
Die Maifeiern im Landkreis Freising bieten eine perfekte Gelegenheit, um gemeinsam das Ende des Winters zu feiern und den Frühling zu begrüßen. Egal ob beim Schmausen von bayerischen Schmankerln, beim Tanz oder beim geselligen Beisammensein – der 1. Mai verspricht auch 2026 ein unvergessliches Erlebnis für alle.