Kunst im Spiel: Entdeckungsreise durch die Ausstellung „SpielRäume“ in Freising
Heute ist der 10.07.2026 und in Freising gibt es Grund zur Freude! Im Schafhof – einem der charmantesten Kunstorte der Region – hat die Ausstellung „SpielRäume“ ihre Pforten geöffnet. Die Eröffnung fand am 2. Juli statt, und schon jetzt ist die Vorfreude auf die Finissage am 6. September greifbar. Diese Tandemausstellung, die Teil der internationalen Kunstpartnerschaften des Bezirks Oberbayern ist, bietet nicht nur einen Einblick in die Werke zweier talentierter Künstlerinnen, sondern auch eine spannende Auseinandersetzung mit dem Thema „Spiel und Zufall“.
Die beiden Künstlerinnen, Judit Lilla Molnár aus Budapest und Lina Zylla aus Oberbayern, haben während ihres zweiwöchigen Aufenthalts im Schafhof unter der Reihe „Remix“ zusammengearbeitet. Sie haben nicht nur die Wände der Galerie geteilt, sondern auch ihre kreativen Ansätze zur Thematik des Spiels kombiniert. Während Lina Zylla mit einer Vielzahl von Materialien – von Glas über Latex bis hin zu Rasenteppichen von Aldi – spontane Installationen schafft, geht Judit Lilla Molnár einen anderen Weg. Ihre Werke sind großformatig und thematisieren gesellschaftliche sowie psychologische Fragen, oft mit einem ernsteren Unterton.
Die Künstlerinnen im Detail
Lina Zylla, die 2024 in Linz war, hat ein Gespür dafür, wie man Räumlichkeiten mit Leben füllt. Ihre Installationen sind nicht nur visuell ansprechend, sondern auch interaktiv und laden die Besucher ein, sich mit den Relikten ihrer Performances sowie Video- und Tonspuren auseinanderzusetzen. Ein Beispiel, das ein Schmunzeln hervorruft, ist ihr Einsatz von alltäglichen Materialien, die man nicht sofort mit Kunst assoziiert.
Auf der anderen Seite steht Judit Lilla Molnár, die mit ihren strukturierten, großflächigen Installationen mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet. Ihre Arbeiten, die oft Kletterelemente und ein Glücksrad beinhalten, fordern den Betrachter auf, über das Erwachsensein und die damit verbundenen Herausforderungen nachzudenken. Ein Konzept, das nicht nur die Augen öffnet, sondern auch das Herz berührt.
Ein Fest der Kunst
Die Atmosphäre bei der Vernissage war elektrisierend. Thomas Schwarzenberger, der Bezirkstagspräsident, sprach die Grußworte, während Eike Berg und Isabel Oberländer den Gästen die Künstlerinnen vorstellten. Ein besonderes Highlight war die Performance von Lina Zylla, bei der eine live generierte Soundlandschaft das Publikum in ihren Bann zog. Solche Erlebnisse machen Kunst lebendig und lassen uns nachdenklich zurück.
Die Ausstellung „SpielRäume“ ist noch bis zum 6. September 2026 zu sehen, und der Eintritt ist kostenfrei! Die Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Samstag von 14 bis 19 Uhr und Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 19 Uhr. Wer etwas mehr über die Werke erfahren möchte, sollte die Ausstellungsführung mit Alexandra M. Hoffmann am 15. August um 16 Uhr nicht verpassen. Es gibt also viele Möglichkeiten, die kreativen Ideen von Molnár und Zylla zu entdecken und sich inspirieren zu lassen.
In einem Zeitalter, in dem Kunst oft als elitär angesehen wird, zeigen diese beiden Künstlerinnen, dass sie mit ihren Arbeiten Brücken schlagen und Dialoge öffnen können. „SpielRäume“ ist mehr als nur eine Ausstellung – es ist ein Erlebnis, das zum Nachdenken anregt und uns ermutigt, die Welt aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
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