Am vergangenen Wochenende war im Freisinger Furtnerbräu richtig was los! Die Initiative „Wir retten den Furtner“ hatte zur großen Entrümpelungsaktion geladen und zahlreiche Helferinnen und Helfer sind dem Aufruf gefolgt. Es wurde geschleppt, geräumt und das alte Mobiliar entsorgt – die Atmosphäre war von einem unermüdlichen Gemeinschaftsgeist geprägt. Endlich können die Räumlichkeiten, die seit Jahrzehnten im Verborgenen lagen, der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Das historische Wirtshaus, der Furtnerbräu, soll über die Genossenschaft Furtnerbräu eG erworben werden. Der Plan: Die Immobilie in Erbpacht übernehmen! Das klingt nach einem echten Gewinn für Freising. Aber um das zu verwirklichen, müssen noch fast 1300 von insgesamt 2200 Anteilen à 500 Euro verkauft werden. Wer Interesse hat, kann sich auch über ein Unterstützer-Abo beteiligen – eine tolle Möglichkeit, aktiv zu werden und Teil dieses spannenden Projekts zu sein.

Führungen durch die Geschichte

Die Initiative hat sich noch mehr einfallen lassen: An den Juni-Wochenenden sind sechs öffentliche Führungen geplant, um das beeindruckende historische Gebäudeensemble vorzustellen. Die ersten Führungen finden am Samstag, dem 6. Juni, um 12 Uhr, sowie an den Sonntagen, dem 7. Juni, um 14 Uhr, statt. Treffpunkt ist vor dem Furtner, und die Führungen dauern etwa 45 Minuten. Übrigens, die Teilnahme ist kostenfrei, aber eine Anmeldung über die Veranstaltungsseite ist erforderlich, und die Plätze sind begrenzt – nur 20 Personen pro Termin dürfen mit. Wer also Interesse hat, sollte schnell sein! Empfehlenswert ist es, stabile Schuhe und Kleidung zu tragen, die Staub verträgt. Man weiß ja nie, was einem beim Erkunden der alten Gemäuer erwartet.

Für Firmen und Gruppen gibt es ebenfalls spezielle Führungstermine. Wer sich dafür interessiert, kann ganz einfach per E-Mail Kontakt aufnehmen. Eine weitere Entrümpelungsaktion ist zudem für Freitag, den 5. Juni, von 14 bis 18 Uhr, und Samstag, den 6. Juni, von 10 bis 15 Uhr geplant. Auch hier sind Masken und Handschuhe empfohlen – Sicherheit geht vor!

Der Weg zur Genossenschaft

Aktuell stehen die Unterstützer-Bier-Abos bei 262 von 3.000 – das sind gerade mal 8,7 %. Und die gezeichneten Anteile? Nur 661 von 2.200, also 30 %. Das ist noch ein weiter Weg, um den Furtner als lebendiges Wirtshaus für die nächsten 99 Jahre zu sichern. Das Ziel der Genossenschaft ist klar: Schrittweise Sanierung und langfristige Verpachtung, ohne die besondere Atmosphäre des Furtner zu verlieren. Es soll kein glattpolierter Umbau stattfinden, sondern eine behutsame Weiterentwicklung des gesamten Anwesens, einschließlich der Obergeschosse und der ehemaligen Brauerei.

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In einer Zeit, in der viele historische Gebäude dem Verfall oder kurzfristigen Verwertungen zum Opfer fallen, ist es ein Lichtblick, dass hier ein Modell der gemeinsamen Verantwortung gefördert wird. Die Gründung der Genossenschaft ist ein wichtiger Schritt, um den Furtner langfristig zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Die Bedeutung solcher Projekte wird auch durch die Bestrebungen des Denkmalschutzes unterstrichen, der den Erhalt solcher historischen Werte unterstützt. In einer Welt, in der Nachhaltigkeit und Gemeinschaft immer mehr in den Fokus rücken, ist der Furtner eine wahre Perle, die es zu retten gilt. Die kommenden Monate werden spannend – und vielleicht ist genau das die Gelegenheit, um einen Teil der Freisinger Geschichte hautnah zu erleben!