Heute ist der 2.07.2026 und in Freising tut sich einiges. Die Stadt hat sich auf den Weg gemacht, ihre Stadtbusse komplett auf Elektroantrieb umzustellen. Das ist an sich schon eine bemerkenswerte Leistung, vor allem in Zeiten, in denen der Klimawandel und die Hitzewellen immer mehr in den Vordergrund rücken. Mit 29 neuen Elektrobusse, die ausschließlich mit 100% erneuerbarem Strom betrieben werden, könnte man denken, hier wird Zukunft gelebt! Doch wie so oft, sind auch die Fortschritte mit ein paar Hürden verbunden.

Der Busbetriebshof, der als Herzstück des neuen Systems fungieren soll, ist noch nicht ganz fertig. Aktuell gibt es einige Probleme mit der Ladeinfrastruktur, die bereits zum zweiten Mal umziehen muss. Vorübergehend in der Luitpoldanlage untergebracht, müssen die Ladestationen bis zum 1. Juli an einen neuen provisorischen Standort an der Erdinger Straße umziehen. Das alles geschieht natürlich nicht ohne Kosten; schätzungsweise werden die Umzugskosten bei etwa 90.000 Euro liegen. In der Zwischenzeit ist es in den neuen Bussen unerträglich heiß – über 30 Grad Celsius. Eine Situation, die SPD-Stadtrat Andreas Mehltretter scharf kritisierte.

Klimatisierung im Kreuzfeuer

Die unzureichende Klimatisierung hat die Gemüter erhitzt. Stadtwerksdirektor Andreas Voigt gab zu, dass die Klimaanlagen in den E-Bussen nicht richtig eingestellt waren. Die Heizkurven für Linienbusse waren schlichtweg falsch. Da fragt man sich schon, wie es sein kann, dass bei neuen Bussen solche grundlegenden Dinge nicht richtig funktionieren. Zum Glück arbeiten mittlerweile Mitarbeiter von MAN daran, die Klimaanlagen nachzujustieren. Das klingt nach einer Lösung, die hoffentlich schnell umgesetzt wird, denn niemand möchte in einem Sauna-Bus sitzen.

Der neue Busbetriebshof wird am Südring in Attaching gebaut und soll auf stolzen 12.000 Quadratmetern Platz für 32 Elektro- und 4 Dieselbusse bieten. Auch ein Mitarbeitergebäude, eine Werkstatthalle, ein Umspannwerk und eine Waschanlage sind Teil des Plans. Eine Photovoltaikanlage mit 300 Kilowatt peak soll den benötigten Strom erzeugen. Aber die Fertigstellung verzögert sich, und zwar wegen Brandschutz- und Versicherungsfragen sowie notwendigem Bodenaustausch. Es bleibt also spannend, wie schnell sich die Situation beruhigen wird.

Finanzielle Dimensionen

Die Investition in einen E-Bus beträgt etwa 620.000 Euro, während Dieselbusse mit rund 280.000 Euro zu Buche schlagen. Das klingt nach einem gewaltigen Unterschied und es wird deutlich, dass die Stadt Freising tief in die Tasche greifen muss. Die Gesamtkosten für den Busbetriebshof und die E-Busse belaufen sich auf beeindruckende 32,36 Millionen Euro. Das ist eine Menge Holz, aber im Kontext der notwendigen Maßnahmen gegen den Klimawandel vielleicht auch ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung.

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Es bleibt abzuwarten, wie die Umsetzung der Elektrobusse und die Fertigstellung des Busbetriebshofs verlaufen werden. Die Hoffnung ist groß, dass die Stadt Freising nicht nur den eigenen Bürgern, sondern auch der Umwelt einen echten Dienst erweist. Und während wir auf die nächsten Entwicklungen warten, bleibt die Frage: Wie viele weitere Städte werden diesem Beispiel folgen? Vielleicht ist der Weg in die Elektromobilität ein Trend, der nicht nur in Freising, sondern bald auch anderswo zu spüren sein wird. Die Zeit wird es zeigen.

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