Heute ist der 19. Mai 2026 und in Freising, genauer gesagt an der Stoibermühle, herrscht ein reges Treiben. Rund 90 ehrenamtliche Einsatzkräfte sind hier versammelt, bereit für eine groß angelegte Übung der besonderen Art. Organisiert von der Kreiswasserwacht Freising, steht das Alarmstichwort „Wassernot 5 – mehrere Fallschirmspringer“ im Raum. Man kann die Vorfreude und Anspannung förmlich spüren, denn es geht um mehr als nur ein bisschen Action am Wasser. Es geht um Menschenleben.

Die Einsatzkräfte kommen aus verschiedenen Organisationen: Mehrere Wasserwachten aus dem Landkreis, die Freiwillige Feuerwehr Marzling und das THW Freising mit einem beeindruckenden Drohnenteam sind alle an Bord. Diese vielfältige Zusammenarbeit verspricht ein spannendes und lehrreiches Szenario, bei dem nicht nur die Rettung von verletzten und vermissten Personen im Vordergrund steht, sondern auch die medizinische Versorgung an Land und die technische Rettung aus höheren Lagen – wie beispielsweise von einem Dach. Wer hätte gedacht, dass man beim Üben so viele Höhen erklimmen könnte?

Ein herausforderndes Übungsszenario

Das Übungsszenario ist alles andere als einfach. Die Herausforderung, Patienten aus höhergelegenen Bereichen zu retten, ist nicht ohne. Die Einsatzkräfte müssen sich aufeinander verlassen können. Es wird viel Wert auf die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst gelegt. Hier sind Teamarbeit und Kommunikation gefragt – eine echte Bewährungsprobe für alle Beteiligten. Während die Drohnen über den Himmel fliegen, hört man das Rauschen des Wassers und das Geräusch der Einsatzfahrzeuge, die sich in Position bringen. Ein bisschen wie im Film, aber mit viel mehr Adrenalin.

Ein besonders eindrucksvoller Anblick ist, wenn die Einsatzkräfte sich in Gruppen aufteilen, um die Umgebung nach vermissten Personen abzusuchen. Der Geruch von frischem Gras und der Duft von Wasser mischen sich mit der Aufregung in der Luft. Man merkt, dass jeder hier mit Herzblut dabei ist. Der Ernst der Lage ist spürbar, doch gleichzeitig ist da auch eine gewisse Gelassenheit. Das ist es, was die ehrenamtlichen Helfer ausmacht. Diese Menschen sind nicht nur irgendwelche Retter; sie sind Teil einer Gemeinschaft, die füreinander einsteht.

Gemeinschaft und Verantwortung

Die Übung zeigt nicht nur die Fähigkeiten der Einsatzkräfte, sondern auch, wie wichtig es ist, in solchen Momenten zusammenzuhalten. Es sind nicht nur die körperlichen Fähigkeiten, die hier zählen, sondern auch der Geist der Gemeinschaft. Jeder Einsatz, jede Übung bringt die Teams näher zusammen, schweißt sie zusammen – und das ist unbezahlbar. Es ist ein Gefühl, das man nicht beschreiben kann, wenn man sieht, wie Menschen sich für andere einsetzen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

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Für die Bewohner von Freising ist es beruhigend zu wissen, dass so viele engagierte Menschen bereit sind, in Notfällen zu helfen. Man kann nur hoffen, dass die Übungen, die hier stattfinden, nie ernst werden müssen. Aber falls es dazu kommt, wissen wir, dass wir in guten Händen sind.