Heute ist der 18.04.2026 und in Freising, Bayern, sorgt ein bayernweiter Blitzmarathon der Polizei für Aufmerksamkeit. An der Westtangente, einem Ort, der oft als sicher vor Kontrollen geglaubt wird, sind die Beamten aktiv, um Geschwindigkeitsübertretungen zu ahnden. Es kursiert der Mythos, dass hier nicht kontrolliert wird – ein Trugschluss, wie die Polizei Freising eindrucksvoll beweist.

Polizist Mario Eisner-Zims ist mit einer modern ausgestatteten Laserpistole im Einsatz. Diese Technologie erlaubt es, Geschwindigkeitsübertretungen präzise zu messen, ohne dass eine Fotoaufnahme des Fahrers notwendig ist. So wurde ein VW Golf Kombi festgestellt, der mit 29 km/h über dem erlaubten Limit fuhr. Solche Verstöße sind oft das Ergebnis einer Kombination aus Fahrverhalten und Fahrzeuggeschwindigkeit. Die Polizei dokumentiert die Daten sorgfältig, um die Gerichtsverwertbarkeit sicherzustellen und die Qualifikationen sowie Eichprotokolle der Beamten zu belegen. Bislang musste Eisner-Zims nicht vor Gericht aussagen, was möglicherweise auf die Klarheit der Messungen zurückzuführen ist.

Kontrollstellen und Sicherheitsaspekte

Die Westtangente ist eine von insgesamt 16 Messstellen im Landkreis Freising. Ziel der Kontrollen ist es, nicht nur Präsenz zu zeigen, sondern auch die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Eine „abgesetzte Anhaltestelle“ am Eingang des Vöttinger Tunnels bietet den Polizisten eine sichere Umgebung, um Verkehrsteilnehmer zu kontrollieren. Hierbei sind Sicherheitsaspekte für die Beamten von großer Bedeutung, denn die Reaktionen der Autofahrer an den Anhaltestellen sind unterschiedlich – von Einsicht bis hin zu Unverständnis.

Insgesamt wurden im bayernweiten Blitzmarathon fast 1300 Geschwindigkeitsverstöße registriert. Die Polizei Freising verzeichnete an ihren Messstellen lediglich vier Verstöße. Der höchste Verstoß in Freising liegt bei den bereits erwähnten 29 km/h zu schnell. Ralf Schmidt, ein Sprecher der Polizei, zieht ein positives Fazit: Die Informationen zum Blitzmarathon wurden offenbar ernst genommen, was die Sensibilisierung der Fahrer für Geschwindigkeitsbegrenzungen unterstreicht.

Eine landesweite Initiative

Der Blitzermarathon, der vom 15. April 06:00 Uhr bis zum 16. April 06:00 Uhr stattfand, ist Teil des bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms „Bayern mobil – sicher ans Ziel“. Hierbei sind rund 2000 Polizistinnen und Polizisten sowie Mitarbeiter der kommunalen Verkehrsüberwachung im Einsatz. Die Aktion zielt darauf ab, die Verkehrsteilnehmer für die Gefahren von zu hoher Geschwindigkeit zu sensibilisieren und die Unfallzahlen zu senken.

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Besonders bemerkenswert ist, dass die Münchner Polizei während des Blitzmarathons 998 Geschwindigkeitsverstöße registrierte, wobei der höchste Verstoß von einem 38-Jährigen aus dem Landkreis Rosenheim stammte, der mit 140 km/h auf einer Staatsstraße unterwegs war, wo nur 80 km/h erlaubt sind. Diese Zahlen verdeutlichen, dass überhöhte Geschwindigkeit häufig die Ursache für schwerwiegende Verkehrsunfälle ist, insbesondere auf Landstraßen, wo im Vorjahr ein Anstieg schwerer Verkehrsunfälle zu verzeichnen war.

In Bayern sind etwa 1570 Messstellen aktiv, darunter auch auf Autobahnen und innerorts. Die Standorte der Blitzstellen sind online veröffentlicht, damit Autofahrer sich im Vorfeld informieren können. Dies steht im Einklang mit den Bestrebungen, die Unfallzahlen durch eine verstärkte Sensibilisierung und präventive Maßnahmen zu senken.

Die Bußgelder bei Tempoverstößen sind deutlich: Innerorts kann man bei einer Überschreitung von bis zu 10 km/h mit 30 Euro rechnen, während bei einer Überschreitung von 26 bis 30 km/h 180 Euro und ein Punkt auf dem Führerschein fällig werden. Dies soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die Verkehrssicherheit zu schärfen und die Menschen dazu zu bewegen, die geltenden Geschwindigkeitsgrenzen zu respektieren.