Forchheim packt die Starkregen-Herausforderung an: Gemeinsam für ein zukunftssicheres Risikomanagement
Heute ist der 22.06.2026 und in Forchheim wird gerade ein wichtiger Schritt in Richtung zukunftsorientiertes Risikomanagement gemacht. Im Feuerwehrhaus in der Egloffsteinstraße fand ein Expertenaustausch statt, zu dem Vertreter der lokalen Einsatzkräfte, Fachbehörden und zahlreiche weitere Fachleute eingeladen waren. Hierbei steht die Entwicklung eines integralen Konzepts im Mittelpunkt, das sich mit dem Sturzflut-Risikomanagement beschäftigt. Ein Thema, das angesichts der steigenden Starkregenereignisse immer relevanter wird.
Das Ziel dieser Initiative ist klar: Gefährdungen durch Starkregen systematisch erfassen und bewerten, um daraus Maßnahmen zur Überflutungsvorsorge und Schadensminderung abzuleiten. Die Stadt Forchheim kann sich dabei auf eine großzügige Förderung von 75 Prozent durch den Freistaat Bayern stützen. Dies ist nicht nur ein finanzieller Rückenwind, sondern auch ein Signal, dass man sich aktiv mit den Herausforderungen des Klimawandels auseinandersetzt.
Gemeinsam für mehr Resilienz
Die Wassermanagerin der Stadt, Julia Schrade, hebt hervor, wie wichtig der Austausch mit lokalen Fachstellen und Praxisakteuren ist. Hierbei werden wertvolle Hinweise zu häufig überfluteten Bereichen und bekannten Gefahrenstellen gesammelt. Es ist spannend zu sehen, wie vorhandenes Praxiswissen in die Konzeptentwicklung integriert werden soll. Ein Ansatz, der sicherstellt, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht nur in die Planung einbezogen werden, sondern auch selbst aktiv werden können.
Eine Bürgerbeteiligungsplattform ist bereits in der Mache und wird bald mehr Informationen bereitstellen. Das integrale Sturzflutkonzept soll letztlich die Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels stärken und gleichzeitig den Schutz von Bevölkerung, Infrastruktur und Umwelt verbessern. Die Fertigstellung des Konzepts ist für Ende 2027 angepeilt – ein ehrgeiziges, aber notwendiges Ziel.
Starkregen als Herausforderung
Die Herausforderungen, die durch den Klimawandel entstehen, sind nicht zu unterschätzen. Ungebremster Klimawandel führt in Deutschland zu höheren Risiken durch Hitze, Trockenheit und, ja, auch Starkregen. Dies ist nicht nur ein Problem für Forchheim, sondern für viele Kommunen in ganz Deutschland. Das UBA-Projekt „Regen//Sicher“ hat sich zum Ziel gesetzt, Kommunen bei der Anpassung an Starkregenereignisse zu unterstützen. Hierbei können Kommunikations- und Aktivierungsformate eine große Rolle spielen. Nachbarschaftsberatungen und Stadtteilworkshops motivieren die Bürger*innen, eigene Vorkehrungen zu treffen – sei es durch den Einbau von Rückstauklappen oder die Schaffung von Versickerungsflächen.
Ein tolles Beispiel für eine gelungene Umsetzung ist die Umstellung der Entwässerungsplanung in Solingen auf eine „integrale Entwässerungsplanung“. Hier werden Kanalnetzbewirtschaftung, Grundstücksentwässerung, Wasserbewirtschaftung und Überflutungsschutz in einem Sachgebiet koordiniert. Neue Lösungen wie Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen sowie Notwasserwege sind implementiert worden – ein echter Schritt nach vorne! Und 2018 wurde Solingen sogar mit dem Preis des „Blauen Kompass“ vom UBA ausgezeichnet.
Das zeigt: Es gibt bereits viele innovative Ansätze und Konzepte, die helfen können, die Auswirkungen von Starkregen zu minimieren. Die LAWA hat beispielsweise eine Strategie für Starkregenrisikomanagement erarbeitet, die Vorhersage- und Frühwarnsysteme sowie Risikobewertung und -kommunikation umfasst. Auch in Arnsberg wurden nach verheerenden Starkregenereignissen 2007 umfassende Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt, die sich 2010 bei einem erneuten Starkregen bewährt haben.
Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen wird durch die Ergebnisse einer Studie des UBA untermauert, die zeigt, dass besonders kurze Starkregenereignisse die meisten Schäden verursachen. Die Häufigkeit dieser Ereignisse bleibt seit 2001 konstant – ein Umstand, den man nicht ignorieren kann. Im Gegenteil – es ist höchste Zeit, aktiv zu werden und den Klimawandel ernst zu nehmen.
Insgesamt zeigt der Austausch in Forchheim, dass man hier auf einem guten Weg ist. Es wird viel Wert auf Zusammenarbeit gelegt, und das ist, um ehrlich zu sein, genau das, was wir brauchen. Denn nur gemeinsam können wir die Herausforderungen, die die Natur uns stellt, meistern und die Lebensqualität in unseren Städten sichern.
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