Heute ist der 29.06.2026 und die Stadt Forchheim steht vor einer entscheidenden Wende in der Gesundheitsversorgung der Region. Ein Gesellschafterwechsel beim Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz wird bald zur Debatte stehen, und zwar am 17. Juni 2026 im Finanzausschuss des Stadtrates. Dabei ist es wichtig zu betonen, dass dieser Wechsel auf Gesellschafterebene erfolgt und keinerlei Auswirkungen auf die medizinische Versorgung oder die bestehenden Arbeitsverhältnisse haben wird. Die Stadt Forchheim hat bereits 50% der Anteile an der gGmbH, während der Landkreis die andere Hälfte hält. Mit der geplanten Übertragung der Anteile an den Landkreis würde dieser zum 100%igen Eigentümer des Klinikums.

Das Klinikum ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung in der Region. Die Stadt Forchheim begrüßt das Bekenntnis des Landkreises zu diesem wichtigen Standort, hat jedoch auch bedauert, dass finanzielle Überlegungen den Weg vorgeben. Oberbürgermeisterin Martina Hebendanz hat in diesem Zusammenhang klargemacht, dass die Stadt täglich 20.547 Euro für das Klinikum aufbringt, was nicht gerade wenig ist. Ehrlich gesagt, das sind immense Summen, die auf den städtischen Haushalt drücken und nicht ohne weiteres zu stemmen sind. Der Verlustausgleich für das Klinikum beläuft sich auf stolze 9,27 Millionen Euro, was die Stadt zu einer Überlegung zwingt: Wie kann man diese finanziellen Belastungen verringern?

Die Hintergründe des Gesellschafterwechsels

Der Stadtrat ist an gesetzliche Anforderungen gebunden, die eine geordnete und nachhaltige Haushaltsführung vorschreiben. Die Kommunalaufsicht hat der Stadt auferlegt, freiwillige Aufgaben zu reduzieren. Dies beeinflusst die Entscheidung zur Abgabe der Anteile erheblich. Pro Kopf zahlen Forchheimer Bürger etwa 280 Euro, während Landkreisbürger nur etwa 67 Euro aufbringen. Ein deutlicher Unterschied, der die Diskussion um die zukünftige Finanzierung des Klinikums nicht einfacher macht.

Die Stadt teilt die Auffassung des Landkreises, dass die Zukunft des Klinikums nicht von Eigentumsfragen abhängen sollte. Ein Konsortialvertrag zwischen den Gesellschaftern sorgt für klare Regelungen, und das vertraglich vereinbarte Andienungsrecht garantiert einen rechtssicheren sowie geordneten Gesellschafterwechsel. Der Geschäftsführer Sven Oelkers hat betont, dass der Betrieb des Klinikums durch den Eigentümerwechsel nicht beeinträchtigt werden soll. Das ist eine beruhigende Nachricht, die sowohl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für die Patienten von großer Bedeutung ist.

Ein Blick in die Zukunft

Die Stadt Forchheim dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikums für ihren unermüdlichen Einsatz. Die Übertragung der Gesellschafteranteile wird den Landkreis in die Lage versetzen, die Verluste des Übernahmejahres und des vorangegangenen Wirtschaftsjahres zu übernehmen. Im kommenden Wirtschaftsjahr 2025 wird ein Verlust von 15 Millionen Euro für das Klinikum erwartet, was die Stadt dazu zwingt, sich Gedanken um die finanzielle Zukunft zu machen. Nach der Übertragung würde die Stadt über die Kreisumlage etwa 33% der Verluste tragen müssen, was immer noch eine erhebliche Belastung darstellt.

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Die Stadt geht jedoch davon aus, dass der gesellschaftsrechtliche Übergang zügig und sachgerecht umgesetzt werden kann. Die Mechanismen für den Übergang wurden von den damaligen Vertragspartnern geschaffen, um Rechtssicherheit zu gewährleisten. Die Stadt ist überzeugt, dass die medizinische Arbeit an beiden Standorten fortgeführt werden kann. Man möchte einen geordneten, partnerschaftlichen Gesellschafterwechsel sicherstellen, ohne dass die Gesundheitsversorgung darunter leidet. Das ist das Ziel, und darauf sollte man hoffen!

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