In Forchheim, einer kleinen Stadt, die bekannt für ihre herzliche Atmosphäre ist, erlebte ein schwer erkrankter Fußballfan einen Tag, der ihn in die Welt des Fußballs zurückbrachte. Larsen, ein leidenschaftlicher Anhänger des 1. FC Köln, hatte einen Herzenswunsch: Einmal noch ein Spiel seines Lieblingsvereins live im Stadion zu erleben. Dank des Wünschewagens Franken/Oberpfalz wurde dieser Wunsch nun Wirklichkeit.
Die Reise begann am letzten Aprilwochenende, und das Team, bestehend aus Larsen, drei Wunscherfüllern, zwei Intensivpflegekräften sowie seiner Ehefrau und einem Sohn, machte sich auf den Weg nach Köln. Das ASB-Pflegezentrum Norbert Burger empfing die Gruppe mit offenen Armen und einer freundlichen Atmosphäre. Genauso freundlich wie die Stadt selbst, in der die Menschen nicht nur für ihre kölsche Herzlichkeit bekannt sind, sondern auch für ihre Leidenschaft für den Fußball.
Ein unvergessliches Spiel
Am Spieltag selbst erlebte Larsen die Emotionen, die nur ein Stadion hervorrufen kann. Der FC Köln spielte gegen den Erzfeind Bayer Leverkusen, und die gesamte Umgebung war erfüllt von Fangesängen und dem Duft von frisch gebratenen Stadionwürsten. Ein absolutes Highlight war das persönlich überreichte, handsignierte Trikot, das er direkt am Spielfeldrand erhielt. Die Freude in seinen Augen – unbezahlbar!
Als der FC ein Tor erzielte, schoss das Adrenalin durch Larsen. Er erlebte einen Moment, den er so schnell nicht vergessen wird. Das Gefühl, Teil dieser leidenschaftlichen Gemeinschaft zu sein, war für ihn einfach überwältigend. Nach dem Spiel, mit einem kleinen Snack in Form einer Stadionwurst, ging es zurück zur Unterkunft im ASB-Pflegezentrum. Die Reise war nicht nur ein kurzer Abstecher zu einem Spiel; sie war ein Erlebnis, das Herzen öffnete und Erinnerungen schuf.
Ein Segen in der Kölner Domstadt
Der nächste Tag führte die Gruppe zum beeindruckenden Kölner Dom – ein Ort voller Geschichte und Spiritualität. Dort erhielt Larsen den Segen vom Kölner Domkapitular, was dem Trip eine ganz besondere Note verlieh. Diese kleine Geste war mehr als nur ein religiöser Akt; sie war ein Zeichen der Hoffnung und des Glaubens an das Gute.
Die FC-Stiftung, die hinter dieser wunderbaren Aktion steht, hat es sich zur Aufgabe gemacht, sterbenskranken Fans ihre letzten Wünsche zu erfüllen. Jedes Jahr werden etwa 30 solcher Wünsche erfüllt, und die Geschichten dieser Begegnungen sind oft so berührend, dass sie einem das Herz erwärmen. Das Team arbeitet eng mit externen Institutionen zusammen, um sicherzustellen, dass jeder Fan, der den Wunsch hat, ein Spiel zu sehen, auch die Möglichkeit dazu erhält.
Die Freude und der strahlende Ausdruck auf Larsens Gesicht waren für alle Beteiligten das größte Geschenk. Solche Momente erinnern uns daran, wie wichtig es ist, die kleinen Dinge im Leben zu schätzen und die Gemeinschaft zu feiern, die uns verbindet – ganz gleich, ob es sich um einen Fußballverein oder um die Menschen in unserer Umgebung handelt. Und so endete die Reise für Larsen glücklich und zufrieden auf dem Rückweg nach Forchheim, wo die Erinnerungen an diesen besonderen Tag für immer bleiben werden.