Heute, am 16. Mai 2026, öffnete die Ausstellung „Ein Koffer für die letzte Reise“ im Pfalzmuseum Forchheim ihre Türen. Diese besondere Wanderausstellung, die seit 2006 in vielen Ländern wie Deutschland, Österreich, der Schweiz, Russland und sogar Mexiko zu sehen war, feiert das 30-jährige Bestehen des Hospizvereins Forchheim. Schon beim Betreten der Ausstellung spürt man eine gewisse Ehrfurcht – die Koffer, die hier ausgestellt werden, erzählen Geschichten, die oft tief ins Herz gehen. Die Besucher sind eingeladen, sich in die Gedankenwelt der Menschen hineinzuversetzen, die ihre „letzte Reise“ mit persönlichen Gegenständen in Koffern symbolisieren.

Insgesamt wurden rund 100 Koffer zurückgegeben, und etwa 80 davon sind nun für das Publikum zugänglich. Jeder Koffer ist ein Unikat, gefüllt mit individuellen Inhalten, die den Charakter und die Wünsche der jeweiligen Person widerspiegeln. Diese kreativen und oft emotionalen Ausdrücke machen die Ausstellung zu einem bewegenden Erlebnis. Die Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr – ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall! Der Eintrittspreis von 6 € ist ein kleiner Preis für so viel tiefgehende Inspiration.

Ein Blick hinter die Kulissen des Hospizvereins

Der Hospizverein für den Landkreis Forchheim e.V. wurde 1996 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige in der letzten Lebensphase zu begleiten. Mit rund 350 Mitgliedern, von denen etwa 100 aktiv als Hospizbegleiter arbeiten, ist das Team aus Ehrenamtlichen eine tragende Säule der Gemeinschaft. Ihre Arbeit basiert auf der Überzeugung, dass Sterben ein Teil des Lebens ist. Diese Philosophie ist nicht nur wichtig, sie ist fundamental für die Art und Weise, wie der Verein Hilfe leistet.

Die Begleitung ist wertschätzend und einfühlsam – hier wird der Mensch bis zum Schluss als solcher wahrgenommen. Unabhängig von Nationalität oder religiösen Überzeugungen können alle Menschen im Landkreis Forchheim die kostenlosen Angebote des Vereins in Anspruch nehmen. Das ist in der heutigen Zeit, in der alles oft mit Kosten verbunden ist, besonders erwähnenswert!

Aktivitäten und Begleitprogramm

Das Begleitprogramm zur Ausstellung bietet eine Vielzahl an Themen, die nicht nur informativ sind, sondern auch Raum für persönliche Gespräche und Austausch schaffen. Palliative Versorgung, Patientenverfügungen und Trauerbegleitung – hier wird vieles abgedeckt, was in der letzten Lebensphase wichtig ist. Eine ganz besondere Aktion ist die Bastelaktion, bei der Besucher kleine Pappkoffer falten und ihre eigenen „letzten Dinge“ hineinlegen können. Ein schöner, kreativer Beitrag zur Ausstellung, der zur Reflexion anregt!

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Die Kontaktinformationen des Hospizvereins sind ebenfalls leicht zu finden. Wer mehr über die Arbeit erfahren möchte, kann eine E-Mail an info@hospizverein-forchheim.de schreiben oder telefonisch unter 09191-702626 anfragen. Das Büro ist in der Birkenfelder Str. 27 in Forchheim zu finden, wo an Dienstagen und Donnerstagen Sprechzeiten angeboten werden. Auch in Ebermannstadt kann man den Verein in der Feuersteinstr. 11a besuchen.

In einer Welt, die oft hektisch und oberflächlich erscheint, bietet diese Ausstellung und die Arbeit des Hospizvereins einen Raum für das Wesentliche: Menschlichkeit und Verständnis in der letzten Lebensphase. Ein Besuch in Forchheim ist nicht nur eine Gelegenheit, Kunst zu erleben, sondern auch eine Einladung, über das Leben, Sterben und die Dinge, die uns wirklich wichtig sind, nachzudenken.