Heute, am 7. Juni 2026, ist die Aufregung in Erlangen spürbar. Der 22. Internationale Comic-Salon hat die Stadt fest im Griff, und die Vorfreude auf die Verleihung des Max-und-Moritz-Preises, der als die wichtigste Auszeichnung für Comic-Kunst im deutschsprachigen Raum gilt, ist nahezu greifbar. Die Veranstaltung, die vom 4. bis zum 7. Juni stattfindet, zieht nicht nur Comic-Liebhaber an, sondern auch zahlreiche Gäste aus der Branche, die sich im ehrwürdigen Markgrafentheater versammelt haben.

Die Gala zur Preisverleihung, die am 5. Juni stattfand, bot einige Überraschungen, die selbst die erfahrensten Comic-Fans nicht erwartet hatten. Unter den Preisträgern wurde Franz Suess als bester deutschsprachiger Comic-Künstler ausgezeichnet. Seine Werke, darunter „Jakob Neyder“, zeugen von einem kreativen Talent, das derzeit in der Szene sehr geschätzt wird. Die Jury hatte zuvor 25 Titel nominiert, was die Spannung noch mehr steigerte.

Die Preisträger im Rampenlicht

Neben Suess erregte auch Mikael Ross mit seinem Comic „Der verkehrte Himmel“ Aufsehen, der als bester deutschsprachiger Comic prämiert wurde. Özge Samancı wurde für „In den trüben Gewässern Istanbuls“ als bester internationaler Comic ausgezeichnet. Ulli Lust konnte mit ihrem Sachcomic „Die Frau als Mensch“ überzeugen, während Ayşe Klinge mit „Der Zahn“ den Preis für den besten Comic für Kinder erhielt. Ein besonderes Augenmerk galt auch dem Debüt von Martin Oesch, das mit „Fleischeslust“ gewürdigt wurde.

Die Gala wurde von Christian Gasser moderiert, und die Auszeichnungen wurden von Eva Linhart, der Bürgermeisterin der Stadt Erlangen, überreicht. Ein weiterer Höhepunkt war der Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk, der an die bekannte Comic-Zeichnerin Posy Simmonds verliehen wurde. Als Sahnehäubchen wurde der Paul-Derouet-Förderpreis an Lina Brazerol für „Abgang“ vergeben, der eine Einladung zum Internationalen Comic-Seminar in Erlangen beinhaltet.

Die Jury und ihre Nominierungen

Die Jury, bestehend aus namhaften Persönlichkeiten wie Catherine Bazabas und Isabel Kreitz, hat sich die Aufgabe nicht leicht gemacht. Sie musste aus einer Vielzahl an beeindruckenden Werken auswählen, die sie in alphabetischer Reihenfolge nominiert hat. Darunter sind Titel wie „Ahmadjan und der Wiedehopf“, „Bauchlandung. Geschichte einer Teenager-Schwangerschaft“ und viele mehr. Die Vielfalt der Geschichten spiegelt die kreative Bandbreite der aktuellen Comic-Szene wider und zeigt, wie lebendig diese Kunstform ist.

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Und während man durch die Hallen des Markgrafentheaters schlendert, spürt man die Energie und Leidenschaft, die die Künstler in ihre Werke stecken. Es ist ein Fest der Kreativität, das weit über die Preisverleihung hinausgeht. Die Atmosphäre ist elektrisierend und die Gespräche über Comics und Kunst sprudeln nur so.

Ein Blick in die Zukunft

Mit DATEV eG als Titelsponsor wird die Veranstaltung auch weiterhin eine bedeutende Plattform für Comic-Künstler bieten. Der IT-Dienstleister, einer der größten Arbeitgeber in der Metropolregion Nürnberg, hat sich bereits zum sechsten Mal als Sponsor engagiert und unterstützt somit die Entwicklung der Comic-Kultur.

Wer mehr über die Veranstaltung erfahren möchte oder sich für die nächsten Ausgaben interessiert, findet alle Informationen auf der offiziellen Webseite des Comic-Salons oder kann direkt beim Kulturamt der Stadt Erlangen nachfragen.

Heute bleibt den Gästen nur noch Eins: die Eindrücke des Tages zu verarbeiten und sich auf die nächsten Comics und Geschichten zu freuen. Denn die Reise durch die Welt der Comics hat gerade erst begonnen!