In der charmanten Stadt Erlangen, wo Bildung und Innovation Hand in Hand gehen, hat die Eichendorffschule einen bemerkenswerten Wandel durchlebt. Unter der Leitung von Rektor Helmut Klemm hat die Schule nicht nur einen umfassenden Schulentwicklungsprozess durchlaufen, sondern wurde 2023 auch mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet. Diese Ehrung ist nicht nur ein Zeichen für die hervorragende Arbeit der Schule, sondern auch eine Bestätigung von Klemm’s Vision eines zeitgemäßen Bildungsorts, der Schüler und Lehrer gleichermaßen inspiriert.
Mit einem baldigen Rückzug in den Ruhestand hinterlässt Helmut Klemm eine Institution, die weit über die Grenzen Erlangens hinaus als Vorbild gilt. Seine Bemühungen haben nicht nur die schulische Landschaft verändert, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Schule gestärkt. Die Schülerinnen und Schüler sind heute selbstbewusster und motivierter als je zuvor, was sich in ihrer aktiven Teilnahme am Schulalltag zeigt.
Ein innovativer Ansatz zur Schulentwicklung
Ein Schlüssel zu diesem Erfolg war Klemms Bestreben, dem Kollegium an der Eichendorffschule mehr Gestaltungsraum zu geben. Die Schule ist innovativ organisiert; sie ist in fünf „Schulen“ unterteilt, die es den Schülern ermöglichen, je nach Interessen ihre Potenziale zu entfalten. Jede dieser „Schulen“ wird von Lehrkräften geleitet, die ihre Leidenschaft und Expertise in den Unterricht einbringen. Diese Struktur fördert nicht nur die Individualität der Schüler, sondern auch die Zusammenarbeit unter den Lehrkräften.
Die Idee, sich für den Deutschen Schulpreis zu bewerben, entstand, als das Schulleitungsteam 2018 an einem Informationstreffen in München teilnahm. Klemms Diskussionen mit dem Kollegium führten schließlich dazu, dass die Eichendorffschule sich 2019 um diesen renommierten Preis bewarb. Obwohl die Schule bei der Preisverleihung in Berlin kein ausgezeichnetes Ergebnis erzielte, motivierte die Nominierung die gesamte Schulgemeinschaft, weiterhin an der Schulentwicklung zu arbeiten und ihre Ziele zu verfolgen.
Ein ganzheitlicher Bildungsansatz
Die Eichendorffschule hat seit 2015 aktiv am Ganztagsmodell gearbeitet und die Arbeit nach Lernprinzipien schrittweise eingeführt, beginnend in den 5. Klassen. Dieses Konzept hat jedoch die 9. und 10. Klassen bisher noch nicht erreicht. Dennoch hat die Schule durch das Entwicklungsprogramm des Deutschen Schulpreises, das seit 2022 im Forum des Preises integriert ist, einen weiteren Schub erhalten. Dies zeigt, dass die Eichendorffschule nicht nur in der Gegenwart, sondern auch mit einem klaren Blick in die Zukunft agiert.
Generell ist der Deutsche Schulpreis ein Wettbewerb, der seit 2006 von der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung ins Leben gerufen wurde. Er beleuchtet Schulen, die Lernen begeistern und Bildung als Ort des Staunens gestalten. Mit einem umfassenden Bildungsverständnis in sechs Qualitätsbereichen betrachtet er die gesamte Entwicklung einer Schule und fördert damit Kreativität, Leistungsbereitschaft, Fairness und Verantwortung.
Die Eichendorffschule in Erlangen hat durch ihre einzigartigen Ansätze und das Engagement ihrer Schulgemeinschaft einen wichtigen Platz im deutschen Bildungssystem eingenommen. Der Weg, den Helmut Klemm geebnet hat, wird auch in Zukunft Früchte tragen, während die Schule weiterhin als ein Ort des Lernens und der Inspiration fungiert.