Heute ist der 18.05.2026, und während ich hier in Erlangen sitze und über den Joballtag nachdenke, wird mir klar: Selbstzweifel sind ein Thema, das viele von uns beschäftigt. Das ist nichts Ungewöhnliches, auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Oft haben wir das Gefühl, nicht gut genug zu sein, und das kann einen ganz schön belasten. Professorin Cornelia Niessen, die sich intensiv mit Arbeits- und Organisationspsychologie beschäftigt, hat beobachtet, dass viele Menschen viel eher über ihre Schwächen sprechen als über ihre Stärken. Das sind oft die Stimmen, die laut und kritisch sind – vor allem in Übergangsphasen wie dem Berufseinstieg oder einem Jobwechsel.

Wenn ich darüber nachdenke, wird mir klar, dass diese Selbstzweifel fast schon ein Teil des Lebens sind. Kritische innere Stimmen, Vergleiche mit den Kollegen und der Druck, immer Höchstleistungen zu bringen, können einen ganz schön fertig machen. Und man fragt sich: Bin ich wirklich gut genug? Häufig sind es gerade die kleinen Wissenslücken, die wir überbewerten, während positive Rückmeldungen schnell in Vergessenheit geraten. Irgendwie komisch, oder? Diese Negativspirale kann einen ganz schön runterziehen.

Die Kunst, Stärken zu erkennen

Selbstzweifel sind nicht automatisch ein Zeichen von Schwäche – im Gegenteil! Gesunde Selbstkritik kann die eigene Arbeitsqualität sichern. Doch das Problem entsteht, wenn diese Zweifel lähmend wirken, also wenn sie einen daran hindern, das Beste aus sich herauszuholen. So kann es passieren, dass man die eigenen Stärken aus den Augen verliert. Wie oft haben wir uns schon gefragt, ob wir wirklich die richtigen Entscheidungen getroffen haben? Manchmal ist der innere Kritiker einfach zu laut. Die Frage ist, wie man damit umgeht und die eigene Wahrnehmung wieder ins Gleichgewicht bringt.

Ein positiver Unternehmensumfeld kann hier Wunder wirken. Wenn es eine gute Feedback-Kultur gibt, dann wird Offenheit über Schwächen nicht nur akzeptiert, sondern sogar gefördert. In solchen Umfeldern kann man besser mit den eigenen Unsicherheiten umgehen, weil man sich nicht allein fühlt. Regelmäßige Rückmeldungen von Kollegen oder Vorgesetzten helfen ebenfalls, die eigene Sichtweise zu klären. Und mal ehrlich, wer hat nicht schon mal eine unbequeme Rückmeldung erhalten, die sich dann als wertvoll herausgestellt hat?

Strategien gegen Selbstzweifel

Doch was kann man tun, um diese Selbstzweifel zu überwinden? Professorin Niessen gibt einige praktische Tipps. Eine wichtige Strategie ist, den inneren Kritiker zu erkennen und ihm die Stirn zu bieten. Selbstmitgefühl statt Selbstkritik – das klingt einfach, ist aber oft eine Herausforderung. Fakten können helfen, die eigenen Zweifel zu relativieren. Ein Perspektivwechsel, also die eigene Situation von außen zu betrachten, kann ebenfalls Wunder wirken. Und wenn alles nichts hilft, kann professionelle Unterstützung durch Coaching eine gute Lösung sein.

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Es ist auch wichtig, den eigenen Umgang mit Feedback zu überdenken. Denn nicht jede Kritik ist berechtigt. Manchmal ist eine ehrliche Auseinandersetzung mit den eigenen Schwächen und Stärken der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Berufsleben. Man darf sich nicht von den Rückschlägen entmutigen lassen. Stattdessen sollte man sie als Lernmöglichkeit betrachten. Denn am Ende sind es diese Erfahrungen, die uns wachsen lassen.

Der Weg zur Selbstsicherheit

Selbstzweifel sind besonders präsent in Phasen, in denen man viel Verantwortung trägt oder im Rampenlicht steht. Sie können sich wie ein Schatten über die eigenen Entscheidungen legen. Der innere Kritiker äußert sich oft in unfairen Vergleichen mit anderen und lässt einen an der eigenen Kompetenz zweifeln. Doch der Umgang mit diesen Zweifeln kann trainiert werden. Selbstsicherheit, die nicht von äußerer Bestätigung abhängt, ist der Schlüssel zu einem erfüllten Berufsleben.

Wenn man einen unpassenden Beruf erkennt, kann das schmerzhaft sein. Aber es ist auch eine Chance, die eigenen Ressourcen neu zu nutzen und an den eigenen Stärken zu arbeiten. Job Crafting, also das Anpassen von Aufgaben an die eigenen Fähigkeiten, ist dabei eine spannende Möglichkeit. Das Ziel sollte sein, die eigenen Stärken auszubauen, statt sich ständig mit den vermeintlichen Schwächen zu beschäftigen. Das ist der Weg, um das volle Potenzial auszuschöpfen und sich selbst treu zu bleiben.