Ein spannendes Kapitel in der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei wird gerade aufgeschlagen! Das erste ORTAK-Projekt, das sich mit Katastrophenschutz und Suchhundestaffeln beschäftigt, wurde erfolgreich durchgeführt und das nicht nur irgendwo, sondern hier in Erlangen. Der Fokus liegt auf dem Austausch und der gemeinsamen Arbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen – ein Thema, das in beiden Ländern immer wichtiger wird. Die Fortführung des Projekts für das Jahr 2023 ist bereits genehmigt, was den Enthusiasmus und die Entschlossenheit aller Beteiligten unterstreicht.
Gerade erst Mitte April hat eine fünfköpfige Delegation von Katastrophenschützern aus Beşiktaş in Erlangen Station gemacht. Ein Blick hinter die Kulissen der deutschen Strukturen im Katastrophen- und Zivilschutz gab es obendrauf. Besonders spannend war der Austausch über die Kultur des Ehrenamtes. Während die Freiwillige Feuerwehr, das Technische Hilfswerk und die Rettungsdienste in Deutschland kommunal und staatlich organisiert sind, müssen sich die türkischen Hilfsorganisationen selbst finanzieren und organisieren. Das zeigt, wie unterschiedlich die Herausforderungen sind.
Einblicke und Unterschiede
Die Delegation war sichtlich beeindruckt von der Professionalität und der technischen Ausstattung der deutschen Blaulicht-Behörden. Bei einem Besuch von Lukas Hydraulik, einem Spezialisten für hydraulische Rettungsgeräte, sowie beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) konnten sie tiefer in die Materie eintauchen. Bei einer aufregenden Rettungsübung an der Kletterwand und einer Vorführung der Ausrüstung des Technischen Hilfswerks am Main-Donau-Kanal gab es ordentlich was zu sehen und zu lernen.
Ein besonders spannender Aspekt war die Entwicklung einer spezifischen App in Beşiktaş, die sichere Treffpunkte bei Erdbeben anzeigt. Das zeigt, dass man auch digital am Puls der Zeit bleibt und innovative Lösungen sucht. Der Austausch verdeutlichte nicht nur Unterschiede, sondern auch viele Übereinstimmungen – Katastrophen- und Zivilschutz gewinnen in beiden Städten an Bedeutung, unterstützt durch Studiengänge im Bereich Katastrophenvorsorge und -management.
Blick in die Zukunft
Zum Abschluss des Besuchs gab es ein Gespräch über die zukünftige Zusammenarbeit und Möglichkeiten zur Unterstützung türkischer Ehrenamtlicher. Ein spannendes und zukunftsweisendes Thema! Das Engagement Global und die Mercator Stiftung fördern dieses Projekt im Rahmen der Deutsch-Türkischen Initiative ORTAK. Im Grunde genommen ist das eine wunderbare Verbindung von Menschen und Ideen, die über nationale Grenzen hinweggehen.
Was bleibt, ist ein Gefühl der gemeinsamen Verantwortung und des Lernens voneinander. Die Zusammenarbeit zwischen Erlangen und Beşiktaş im Bereich Katastrophenschutz könnte nicht nur den Austausch von Wissen fördern, sondern auch dazu beitragen, die Menschen vor Ort besser auf Notfälle vorzubereiten. Hier in Erlangen, am 11. Mai 2026, wird klar: Der Dialog ist der Schlüssel, um gemeinsam stark zu sein.