Wenn man an die Bergkirchweih in Erlangen denkt, denkt man nicht nur an Bier, sondern auch an Tradition, Gemeinschaft und eine ordentliche Portion fränkische Gemütlichkeit. Dieses Jahr, 2026, wird das älteste Bierfest der Welt, ganz im Zeichen des Pfingstfestes, in die 271. Runde gehen! Vom 21. Mai bis zum 1. Juni wird der Burgberg wieder zum Schauplatz fröhlicher Feiern und schmackhaften Genusses.

Der Bieranstich, eine der spannendsten und feierlichsten Zeremonien, findet am ersten Tag um 17 Uhr statt. Hierbei wird der Oberbürgermeister von Erlangen im Henninger Keller das erste Fass anstechen – ein Moment, der für viele Besucher den offiziellen Beginn des Festes markiert. Mit einem speziellen „Festbier“, das mit einem etwas höheren Alkoholgehalt als das übliche Helle oder Kellerbier gebraut wird, geht es dann richtig los. Die Preise für eine Maß schwanken zwischen 14 und 14,50 Euro, je nach Keller – eine kleine Investition für ein großes Erlebnis, würde ich sagen!

Ein Fest für die Sinne

Aber nicht nur das Bier zieht die Massen an. Unter den mit bunten Lampions geschmückten Kastanienbäumen finden die Gäste eine Vielfalt an fränkischen Spezialitäten und internationalen Gerichten. Ich kann mir direkt das Aroma von frisch gebratenen Würsten und süßen Brezeln vorstellen – einfach himmlisch! Und wer es etwas wilder mag, findet auf dem Festgelände Karussells, Fahrgeschäfte und sogar Los- sowie Schießbuden. Da wird selbst der größte Muffel zum Kind!

Die Bergkirchweih hat auch ihre ganz eigenen Traditionen. Ein Highlight ist der Familientag am zweiten Donnerstag, an dem es für die kleinen und großen Besucher bis zu 50 Prozent Ermäßigung bei Fahrgeschäften und Imbissbuden gibt. Und dann der Berg-Gottesdienst am zweiten Sonntag im Erichkeller – da wird es feierlich! Am letzten Tag, dem krönenden Abschluss, findet das traditionelle Bierbegräbnis statt. Mit Schaufel, Pickel und einem Priester ziehen die Festwirte durch die Menge, um das letzte Fass Festbier zu beerdigen. Die Besucher verabschieden sich dabei mit weißen Taschentüchern und dem bewegenden Lied „Lili Marleen“ – ein Moment, der unter die Haut geht.

Anreise und Sicherheit

Wer sich fragt, wie man am besten zum Festgelände kommt, hat verschiedene Optionen: Eine Anreise mit dem Fahrrad ist möglich, dafür gibt es sogar einen bewachten Parkplatz in der Nähe. Bus und Bahn sind selbstverständlich auch eine gute Wahl. Aber Achtung! Mitbringen von Fahrrädern, E-Scootern oder Hunden (außer Assistenzhunden) ist auf dem Festgelände verboten. Das sollte man im Hinterkopf behalten, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

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Wenn man an den Bergkirchweih denkt, kommt nicht nur das Bier ins Spiel, sondern auch die Gemeinschaft, die Vorfreude und die unvergesslichen Momente, die man mit Freunden und Familie teilt. Man könnte fast sagen, es ist die „5. Jahreszeit“ – eine Zeit des Zusammenseins, des Feierns und des Genießens. Und das alles auf dem idyllischen Burgberg, der während dieser zwei Wochen zum Schauplatz des fränkischen Lebensgefühls wird. Prost!