In Dorfen, einer charmanten Stadt im Herzen von Bayern, wird das Radfahren zum Erlebnis. Gruppen von Radlern, die mit ihren E-Bikes durch die malerischen Dörfer cruisen, sind kein seltener Anblick mehr. Ihre gefüllten Satteltaschen zeugen von einer ausgiebigen Tour durch die Region. Bürgermeister Claudius Siebert von der ÜWG hat das Potenzial der Stadt erkannt und hebt hervor, dass Dorfen eine aufstrebende Tourismusregion ist. Besonders stolz sind die Dorfer auf den Vilstalradweg, der als wahre Attraktion gilt.

Seit Januar 2025 gehört die Stadt zur Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen – ein Schritt, der zeigt, dass Dorfen sich aktiv um die Bedürfnisse von Radfahrern kümmert. Dennoch gibt es noch Herausforderungen zu bewältigen, insbesondere wenn es um die Infrastruktur geht. Derzeit fehlen in Dorfen Ladestationen für E-Bikes, was sich in naher Zukunft ändern soll. Radverkehrsbeauftragte Anita Herbst hat im Umweltausschuss bereits drei Varianten für mögliche Standorte präsentiert, darunter auch einen Antrag für eine Ladestation am Unteren Markt.

Diskussion um Standorte für Ladestationen

Die Vorschläge sprudeln nur so aus den Reihen der Stadtverordneten. Sabine Berger von der CSU bringt die Marktkirche, das Rathaus und den Bahnhof ins Spiel – allesamt zentrale Punkte, die eine gute Erreichbarkeit sicherstellen würden. Dabei ist es ihr wichtig, dass das Pflaster nicht zu stark aufgerissen wird. Seppo Schmid von der SPD und Walter Zwirglmaier von der ÜWG setzen sich für Ladesäulen in der Nähe von Gastronomiebetrieben ein, denn Radler sind oft in Gruppen unterwegs und benötigen mehrere Steckdosen.

Die Stadtwerke sowie Stadtplanerin Martina Schneider werden nun beauftragt, die besten Standorte zu prüfen. Und die Stadtverwaltung wird beauftragt, nach Fördermitteln Ausschau zu halten, denn die finanzielle Unterstützung kann entscheidend sein. Ein großes Augenmerk liegt auch auf dem Lückenschluss des Radwegs zwischen Unterseebach und Oberdorfen. Martin Heilmeier von der Liste West beschreibt die Situation vor Ort als gefährlich, denn die Straße ist schmal und stark befahren. Trotz vorhandener Tauschgrundstücke gibt es noch keine Einigung mit einem Grundstückseigentümer, was die Sache etwas verzögert.

Verbesserungen für Radfahrer und Fußgänger

Auch der Schulweg über das Dorfener Wehr steht auf der Agenda. Der Weg mündet an einer unübersichtlichen Stelle in den Gehweg entlang der B15 – kein ideales Szenario für Schüler. Bürgermeister Siebert schlägt vor, einen Sperrbügel zu installieren, um Radfahrer zum Absteigen zu bewegen. Zwirglmaier hat eine weitere Idee: den Weg ein paar Meter nach Norden zu verschwenken, um das Sichtdreieck zu verbessern. Ein Ortstermin soll klären, ob dieser Vorschlag umgesetzt werden kann.

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Der Radverkehr hat nicht nur lokale Vorteile – er spielt auch eine zentrale Rolle im Klimaschutz. Laut Informationen des Bundesministeriums für Verkehr trägt das Radfahren zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung bei. Rad- und Fußverkehr machen sogar 37 % aller Wege in Deutschland aus. Das BMV fördert den Radverkehr auf vielerlei Weise und plant ab 2026, die Förderung aus dem Klima- und Transformationsfonds zu finanzieren. Die kommenden Jahre versprechen hier vielversprechende Entwicklungen.

Die Förderprogramme sind umfassend: von „Aktive Mobilität“ bis hin zu speziellen Programmen für Radschnellwege und Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen. Diese finanziellen Mittel könnten auch Dorfen zugutekommen, um die Infrastruktur für Radfahrer weiter auszubauen und zu verbessern. Schließlich ist es nicht nur die Gesundheit, die beim Radfahren gefördert wird – auch Kinder und Jugendliche lernen, wie sie sicher am Straßenverkehr teilnehmen können.

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