Bauernstimmen für die Zukunft: Die Freiburger Erklärung und ihre Vision für die Landwirtschaft
Der Deutsche Bauerntag, der jüngst in Freiburg stattfand, war ein lebhaftes Forum für die bayerische Landwirtschaft. Rund 600 Delegierte drängten sich in den Räumen, darunter auch Vertreter aus den Landkreisen Erding und Freising. Namen wie Irmgard Posch, die Kreisbäuerin von Erding, und Elisabeth Mayerhofer aus Freising waren da, um die Stimme der Bauern zu erheben. Das Motto „Landwirtschaft stärken – Versorgung sichern“ hallte durch den Saal und spiegelte die drängenden Themen wider, die die Landwirte aktuell beschäftigen.
Die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland stand ganz oben auf der Agenda. Inmitten von geopolitischen Krisen, die die Landwirtschaft stark belasten, wurde deutlich, dass die Betriebe unter niedrigen Erzeugerpreisen und steigenden Betriebsmittelkosten leiden. Die Bundesregierung hat zwar die Energiesteuer auf Diesel für 2026 gesenkt, doch die Forderungen nach weiteren Entlastungen wurden laut. Steuerfreie Biokraftstoffe, eine klare Standortpolitik für die Tierhaltung und ein Ende der Überregulierung landwirtschaftlicher Betriebe sind nur einige der Ansprüche, die im Raum standen.
Die Freiburger Erklärung und ihre Bedeutung
Ein zentrales Anliegen war die Forderung nach der Aussetzung und Überarbeitung der Naturwiederherstellungsverordnung auf EU-Ebene. Auch das nationale Düngerecht sollte überdacht werden, mit dem Ziel, rote Gebiete abzuschaffen. Diese aktuellen Forderungen sollen in der sogenannten „Freiburger Erklärung“ zur EU-Agrarpolitik für 2028-2034 adressiert werden, die die Delegierten nach Hause nehmen wollen. Ein starkes Signal, das die Bedeutung der Europäischen Union (EU) für die Landwirtschaft und die ländlichen Räume in Deutschland und Europa unterstreicht.
Die Landwirte zeigen sich überzeugt von der EU als einem Modell für Frieden, Freiheit und unternehmerische Freiheit. Sie betonen, wie wichtig es ist, die Unabhängigkeit und Widerstandsfähigkeit der heimischen und europäischen Lebensmittelversorgung zu stärken. Und hier kommt die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ins Spiel, die als historische Erfolgsgeschichte gilt und deren positive Wirkung es zu bewahren gilt. Ein starkes Bekenntnis zur EU, das in der „Freiburger Erklärung“ festgehalten wird.
Der Weg in die Zukunft
Ein robustes Fundament für die Landwirtschaft in Europa zu sichern, erfordert eine Stärkung der GAP, die Entwicklung wettbewerbsfähiger Strukturen und die Absicherung landwirtschaftlicher Flächen. Die Delegierten sind sich einig: Eine starke und zukunftsfähige Agrarpolitik ist unerlässlich, um die wirtschaftliche sowie soziale Stabilität der ländlichen Räume zu fördern. Die GAP verfolgt dabei nicht nur die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung, sondern auch den Umweltschutz und die Unterstützung dynamischer ländlicher Regionen.
Die Europäische Kommission steht in der Verantwortung, eine gerechte und transparente Finanzierung der GAP zu gewährleisten. Schließlich ist die Verwaltung der Lebensmittelversorgungskette entscheidend, um die Position der Landwirte zu stärken. Mit Blick auf die Zukunft wird die GAP nach 2027 eine zentrale Rolle im nächsten EU-Haushalt spielen, und ihre Strategien müssen den Anforderungen der Zeit gerecht werden.
Die Herausforderungen sind groß, aber die Entschlossenheit der bayerischen Landwirte, sich für ihre Belange stark zu machen, ist ungebrochen. Die Themen Tierhaltung und Sonderkulturen waren geradezu greifbar in der Luft, während die Delegierten der 18 Landesbauernverbände diskutierten und Pläne schmiedeten. Ein aufregender Tag für die Landwirtschaft, der hoffentlich nicht nur Worte, sondern auch Taten nach sich zieht.
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