Im Bistum Eichstätt wurden am vergangenen Wochenende drei neue Priester geweiht: Nikolai Losev, Jonas Reißmann und Sebastian Scharnagl. Die feierliche Weihe fand im ehrwürdigen Eichstätter Dom statt und wurde vom emeritierten Weihbischof Adolfo Bittschi, einem gebürtigen Eichstätter, zelebriert. Bittschi, der seit vielen Jahren im Erzbistum Sucre in Bolivien tätig ist, übernahm die Weihe, da der Bischofsstuhl der Diözese derzeit vakant ist.

Der Übergangsleiter des bischofslosen Bistums, Alfred Rottler, hielt die Predigt und sprach eindringlich über die Herausforderungen, die der Weg zum Priester mit sich bringt. Er hob die zentrale Rolle der „Freundschaft mit Jesus Christus“ im Gebet und in der Eucharistie hervor und erinnerte an den Auftrag Jesu, das Evangelium in die Welt zu tragen. Diese Botschaft ist besonders wichtig für den Dienst der Priester in der Gemeinschaft der Gläubigen.

Lebensgeschichten der Neupriester

Die drei Neupriester bringen jeweils ihre eigenen, einzigartigen Lebensgeschichten in ihren Dienst ein. Nikolai Losev, 35 Jahre alt und in Moskau geboren, wuchs orthodox auf und fand durch die Beisetzung von Papst Johannes Paul II. im Jahr 2005 zu einem Interesse am römisch-katholischen Glauben. Er studierte Psychologie und Theologie und kam durch kirchliche Kontakte ins Bistum Eichstätt. Nach seiner Weihe wird er im Nürnberger Pastoralraum Langwasser-Ludwigskanal tätig sein.

Jonas Reißmann, 28 Jahre alt und aus Roth, engagierte sich bereits früh in der kirchlichen Jugendarbeit. Nach einem ersten Technikstudium fand er schließlich den Weg ins Priesterseminar. Er wird im Pfarrverband Communio Ingolstadt-West tätig sein. Sebastian Scharnagl, ebenfalls 35 Jahre alt, stammt aus Ingolstadt und hatte sich bereits als Kind gewünscht, Priester zu werden. Vor seinem Eintritt ins Priesterseminar sammelte er Erfahrungen in Ausbildung, Beruf und Lehramtsstudium und wird im Pfarrverband Berching in der Oberpfalz eingesetzt.

Tradition und Feierlichkeiten

Die Priesterweihe im Bistum Eichstätt findet traditionell am Samstag vor dem vierten Sonntag der Osterzeit statt, der auch als Weltgebetstag für geistliche Berufe bekannt ist. Am Ende des Gottesdienstes spendeten die Neupriester den Primizsegen und feierten anschließend im benachbarten Priesterseminar. Für ihre Nachprimiz sind bereits Termine festgelegt: Scharnagl wird am Samstag, dem 9. Mai, um 16 Uhr in der Europahalle Berching und Reißmann am Sonntag, dem 10. Mai, um 10 Uhr in Ingolstadt-Friedrichshofen/St. Christophorus feiern.

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Das katholische Bistum Eichstätt erstreckt sich über eine Fläche von 6.025 Quadratkilometern und umfasst 267 Pfarrgemeinden mit rund 334.500 Katholiken, was gut ein Drittel der Gesamtbevölkerung im Bistumsgebiet ausmacht. Die historischen Wurzeln des Bistums reichen bis ins 8. Jahrhundert zurück, als Willibald durch Bonifatius im Jahr 740 zum Priester geweiht wurde. Diese tief verwurzelte Tradition wird durch die Weihe der drei neuen Priester weitergeführt und zeigt die lebendige Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.