Heute ist der 25.05.2026 und wir in Ebersberg haben etwas ganz Besonderes für die Gesundheit unserer Gefäße auf dem Programm. Am 10. Juni wird Dr. Heiko Wendorff, Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Ebersberg München Ost, einen Vortrag halten, der sich um die Gesundheit der Halsschlagader dreht. Das klingt erstmal nicht so aufregend, doch wer sich mit der Materie beschäftigt, weiß, wie wichtig diese Arterie ist. Sie versorgt unser Gehirn mit lebenswichtigem Blut. Verengungen, auch Carotisstenosen genannt, können fatale Folgen haben und im schlimmsten Fall zu Schlaganfällen führen. Das möchte man unbedingt vermeiden!
Ein wirklich brisantes Thema, wenn man bedenkt, dass vier Risikofaktoren für Gefäßschäden auf jeden von uns zutreffen können. Diabetes ist hier ein ernstzunehmender Faktor, denn erhöhte Blutzuckerwerte können die Innenwände unserer Blutgefäße schädigen. Und dann ist da noch der Blutdruck – insbesondere der systolische Wert sollte im Rahmen von 120 bis 130 liegen. Höhere Werte sind alles andere als gesund. Auch Cholesterin spielt eine große Rolle. Hohe LDL-Werte führen zu Ablagerungen in den Gefäßen, was im Volksmund als Arteriosklerose bekannt ist. Und schließlich das Rauchen – Nikotin ist wahrlich kein Freund der Gefäße. Der vollständige Verzicht ist notwendig, wenn wir die Gefäßgesundheit ernst nehmen wollen.
Risikofaktoren und Symptome
Ein weiterer Punkt, den Dr. Wendorff ansprechen wird, ist die Flussgeschwindigkeit des Blutes. Wenn die Halsschlagader verengt ist, schießt das Blut mit bis zu vier Metern pro Sekunde durch die Gefäße. Das ist nicht ohne, denn das Risiko von Ablagerungen und Schlaganfällen steigt erheblich. Ein Warnsignal, das viele unterschätzen, ist die Amauris fugax – eine flüchtige Blindheit auf einer Seite. Wer dieses Symptom bemerkt, sollte sich schnellstmöglich untersuchen lassen.
Die Diagnose der Carotisstenose erfolgt meist durch eine Ultraschalluntersuchung, die oft vom Hausarzt durchgeführt wird. In Ebersberg gibt es sogar ein Präventionsprojekt namens INVADE, wo bestimmte Versicherte kostenlose Untersuchungen erhalten können. Eine tolle Initiative, um frühzeitig Probleme zu erkennen!
Diagnose und Behandlung
Doch was passiert, wenn bei der Untersuchung eine Carotisstenose festgestellt wird? Die Entscheidung über eine Operation wird in einem interdisziplinären Team getroffen, das aus Gefäßchirurgen, Neurologen und Radiologen besteht. Oftmals reicht eine enge Kontrolle und eine medikamentöse Behandlung aus, um Bluthochdruck und Cholesterin in den Griff zu bekommen. Die Behandlung von Gefäßverengungen erfordert eine optimale medikamentöse Therapie, inklusive blutverdünnender Medikamente wie Thrombozytenfunktionshemmer.
Manchmal kann es sinnvoll sein, bei asymptomatischen Stenosen einfach abzuwarten und regelmäßige Kontrollen durchzuführen. Aber bei symptomatischen Karotisstenosen sollte eine Revaskularisation angestrebt werden – das kann eine Operation, Ballondilatation oder Stentimplantation bedeuten. Letztere erfolgt in lokaler Hautbetäubung und ist dank moderner Technik weniger invasiv als man denkt. Übrigens, die Klinik für Innere Medizin I hat über 25 Jahre Erfahrung in der interventionellen Therapie von Karotisstenosen, was für die Patienten sicherlich ein gutes Gefühl ist!
Schlussgedanken
Die Langzeituntersuchungen zeigen hohe Erfolgsquoten und geringe Komplikationsraten bei Ballondilatation und Stentimplantation, die durchaus mit den Ergebnissen einer klassischen Operation mithalten können. Das ist ermutigend, denn die Gesundheit der Halsschlagader ist ein Thema, das uns alle betrifft. Wir sollten auf die Signale unseres Körpers hören und beim Vortrag von Dr. Wendorff am 10. Juni die Chance nutzen, unser Wissen zu erweitern und mehr über die Möglichkeiten der Vorbeugung und Behandlung zu erfahren. Schließlich ist es nie zu spät, etwas für die eigene Gesundheit zu tun!