In Ebersberg brodelt es – und zwar nicht nur wegen der sommerlichen Temperaturen. Die Diskussion um einen durchgängigen Radweg zwischen Grafing und Glonn hat an Fahrt aufgenommen. Vor allem Schüler, Pendler und Ausflügler sollen von dieser Verbindung profitieren. Eine interessante Idee, die auf einem ehemaligen Bahndamm basiert, der bis 1971 als Eisenbahnstrecke genutzt wurde. Die CSU- und FDP-Mitglieder im Ebersberger Kreistag hatten die Umwidmung der geschützten Strecke als Fahrradweg angeregt, doch die Regierung von Oberbayern hat den Vorschlag abgelehnt. Man kann nur spekulieren, wie es dazu kam, denn die Regierung bezeichnete die Radverbindung zwischen Grafing und Glonn als „ohne Zweifel wünschenswert“ – das klingt doch nach einem kleinen Hoffnungsschimmer!

Landrat Robert Niedergesäß (CSU) hat sich jedoch nicht entmutigen lassen. Er sieht die Möglichkeit für einen Modellversuch einer Fahrradstraße auf bestehenden Verkehrswegen. Allerdings steht die Genehmigung für diesen Versuch noch aus, und die Diskussion im Kreistag wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Ein bisschen wie im Schach, man überlegt, plant und wartet auf den nächsten Zug. Der Landkreis hat dennoch Pläne, die Lücke zwischen bestehenden Radverbindungen zu schließen, und möchte dazu die frühere Staatsstraße 2351 nutzen. Diese Umwidmung ist bereits seit Jahresbeginn erfolgt.

Der Bahndamm und seine Herausforderungen

Die beiden Varianten für den Radweg sind durchaus interessant: Entweder 2,45 Kilometer von Doblberg bis Steinsee/Oberpframmern oder 3,4 Kilometer von Filzen bis Steinsee. Doch bevor es losgeht, müssen einige Details geklärt werden – Anliegerfreigabe, Tempo 30, bauliche Veränderungen. Anlieger wie Landwirte und Forstbedienstete sind an der Strecke, während zahlreiche Radfahrer die schmale Fahrbahn nutzen. Hier wird es spannend, denn die betroffenen Gemeinden stehen unterschiedlichen Meinungen gegenüber: Glonn scheint eher positiv zu sein, während Moosach sich eher negativ äußert.

Ein weiterer Stolperstein ist die negative Stellungnahme des bayerischen Umweltministeriums, die sich auf den Abschnitt des ehemaligen Bahndamms bezieht. Die AfD hat sogar gefordert, die Planungen sofort einzustellen, doch im Umweltausschuss des Kreistags scheiterte dieser Versuch. Niedergesäß bleibt optimistisch und sieht das Gesamtprojekt nicht in Gefahr. Die CSU möchte den alten Bahndamm zwischen Moosach und Glonn in einen „radtauglichen Naturerlebnispfad“ verwandeln – das klingt fast nach einem kleinen Abenteuer im Grünen!

Der Weg zu einem Vorzeigeprojekt

Allerdings wird der Bahndamm nicht offiziell als Radweg ausgewiesen. Die Nutzung mit Fahrrädern wird zwar geduldet, aber das Ministerium erklärt, dass eine Befreiung nur für Einzelfälle möglich ist. Und das sorgt für Verwirrung: Wenn Radfahren auf diesem Teilstück aktiv untersagt wird, entsteht eine Lücke im Radweg, die die Nutzung der Staatsstraße erforderlich macht. Ein bisschen paradox, oder? Fußgänger dürfen den Bahndamm jedoch weiterhin nutzen, auch mit Fahrrädern – das ist zumindest ein kleiner Trost für alle Radler.

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Die Diskussion über die zeitliche Ausgestaltung des Modellversuchs, ob ganzjährig oder saisonal, steht ebenfalls auf der Agenda. Die kontinuierliche Überprüfung der Verkehrsauswirkungen und der Nutzung durch Fahrradfahrer ist dabei unerlässlich. Um die Situation besser zu erfassen, könnte eine Fahrradzählstelle, die vom Freistaat Bayern mit 500 Euro gefördert wird, sinnvoll sein.

Und nicht zu vergessen: Dieses Projekt könnte als vorbildlich in Bayern gelten – angestoßen von den Grünen im Kreistag. Niedergesäß hat die Notwendigkeit betont, das Projekt auszuprobieren, auch wenn es emotional ist. Das ist ein starkes Stück, das die Gemüter erhitzt und gleichzeitig für Bewegung sorgt!

Ein Blick über die Grenzen hinaus

Das Bayernnetz für Radler (BfR) könnte dabei eine spannende Inspirationsquelle sein. Es umfasst etwa 125 Themenrouten mit einer Gesamt­länge von ca. 9.000 km. Diese Routen sind verkehrsarm und natur­nah gestaltet, ideal für Freizeit- und Tourenradler. Die durchgehende Wegweisung und die Informations­tafeln an zentralen Punkten sorgen für gute Orientierung. Ein Logo mit einem weißen „Y“ auf blauem Grund wird zum Erkennungszeichen der Routen – das nachzufolgen, könnte man fast als Schatzsuche betrachten!

Radfahrer haben die Möglichkeit, eine kostenlose Fahrradkarte des Bayernnetzes für Radler in Papierform oder online zu nutzen. Zudem sind alle Routen sowie Informationen wie Höhenprofile und Sehenswürdigkeiten im Internet abrufbar. Ein Radroutenplaner und eine zugehörige Routing-App ergänzen das Angebot, sodass man die Abenteuerlust schon vor der Fahrt stillen kann.

Die Zukunft des Radwegs zwischen Grafing und Glonn bleibt spannend. Vielleicht wird es bald mehr als nur eine Diskussion – ein bisschen wie das Wetter, man kann nie sicher sein, was als Nächstes kommt! Aber eines ist sicher: Die Radfahrer in der Region werden genau hinschauen und hoffen, dass ihre Stimmen Gehör finden.

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