In Dillingen an der Donau ist heute eine wichtige Regionalversammlung zum Thema Wettbewerbsfähigkeit der Region Dillingen und Donau-Ries angesetzt. Der Ort des Geschehens? Die Alois Denzel KG in Wertingen – ein passender Rahmen für solch ein bedeutendes Treffen. Hier sind Landräte wie Markus Müller und Michael Dinkelmeier versammelt, zusammen mit Unternehmerinnen und Unternehmern, um über die drängenden Herausforderungen und Chancen der Wirtschaft zu diskutieren. Marc Lucassen, der Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, hat die aktuelle wirtschaftliche Lage skizziert und die Stärken Nordschwabens hervorgehoben: eine starke mittelständische Wirtschaftsstruktur, hohe Lebensqualität und eine attraktive Lage im süddeutschen Wirtschaftsraum – das klingt ja eigentlich ganz vielversprechend!

Doch beim genaueren Hinsehen gibt es auch Schattenseiten. Eine zunehmende Bürokratie, hohe Kostenbelastungen und der Fachkräftemangel werfen dunkle Wolken über die wirtschaftliche Landschaft. Die Unternehmen fordern verlässliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und Raum für Investitionen. In der Podiumsdiskussion geht es um zentrale Themen wie die Entwicklung von Gewerbeflächen, die Aufwertung der Innenstädte und die dringend benötigte Digitalisierung der Verwaltung. Da sind sich alle einig: Moderne Verwaltungsstrukturen sind nicht nur ein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit für die Wettbewerbsfähigkeit der Region.

Fachkräftesicherung im Fokus

Ein weiterer Diskussionspunkt ist die Sicherung von Fachkräften. Andreas Dirr, der Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung Donau-Ries, hebt die Dringlichkeit des Umsetzens von Maßnahmen hervor. Die Bedeutung der beruflichen Bildung wird ebenso betont. Es gilt, die Chancen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz zu nutzen. Gregor Ludley, stellvertretender Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Dillingen, spricht sich klar für die Förderung beruflicher Bildung und digitaler Kompetenzen aus. Die Kommunen und Landkreise stehen in der Verantwortung, passende Rahmenbedingungen für neue Technologien zu schaffen. Die Frage ist: Wie können wir ungenutzte Potenziale bei Frauen, Nicht-Deutschen und älteren Arbeitnehmern aktivieren? Diese Frage wird im Rahmen des Fachkräftemonitorings vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) analysiert.

Die Mittelfristprognose, die von 2025 bis 2029 reicht, identifiziert ungenutzte Potenziale und zeigt, dass bis 2029 rund 530.000 Fachkräfte fehlen werden, trotz ansteigender Nachfrage in bestimmten Branchen. Hier kommt es darauf an, die Erwerbsbeteiligung von Frauen und Personen mit ausländischer Nationalität langfristig zu steigern. Ein flexibler Renteneintritt im öffentlichen Sektor könnte hier ebenfalls eine Lösung sein, um die Lücke zu schließen. Durch erleichterte Quereinstiege aus der Privatwirtschaft könnte der Fachkräftemangel gemildert werden. Überall das gleiche Problem: Die Anforderungen müssen den tatsächlichen Aufgaben angepasst werden, um die Umschulungen effizienter zu gestalten.

Digitalisierung als Schlüssel

Die Digitalisierung wird als entscheidender Hebel gegen den Fachkräftemangel betrachtet. Ein Digital Check von Gesetzen, ähnlich wie in Dänemark, könnte den Weg für schlanke, effiziente Prozesse ebnen. Innovative GovTechs – also Startups, die sich auf Verwaltungslösungen spezialisiert haben – könnten die Unterstützung für Sprunginnovationen bieten. Doch der Weg dahin ist nicht einfach. Wir stehen vor Herausforderungen, die durch den demografischen Wandel, die Digitalisierung und die Dekarbonisierung verstärkt werden. Regional sind die Unterschiede im demografischen Wandel spürbar, was Fachkräfteengpässe in strukturschwachen Regionen noch verschärfen könnte.

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Und während wir hier in Dillingen über die Zukunft diskutieren, ist eines klar: Die Region hat viel zu bieten, aber es braucht gemeinsame Anstrengungen, um die Herausforderungen zu meistern und die Chancen zu nutzen. Die Zeit drängt, denn die Welt schläft nicht – und auch die Wirtschaft nicht.

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